Die Krankheitsdividende

Gesundheit ist die größte Gefahr für unser Wirtschaftssystem, denn nur

kranke, unwissende und abhängige Menschen ermöglichen satte Gewinne.

Teil 4/4
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Schlechte Ernährung einerseits und das globale Finanzsystem andererseits mag man auf den ersten Blick nicht miteinander in Verbindung bringen. Sehr wohl sind sie aber eng miteinander verflochten. Aus der Kombination von beiden ergeben sich Folgen, die alle Bereiche unseres Lebens in einer globalisierten Welt betreffen. Die weitverbreitete Unwissenheit über gesunde Ernährung und Lebensweise macht krank. Gerade dadurch wird sie jedoch für eine weltumspannende Gesundheitsindustrie zu einer Goldgrube. Eine virale Ausbreitung des — größtenteils in Vergessenheit geratenen — Wissens über eine gesunde Lebensweise in der Weltbevölkerung wäre geradezu „systemerodierend“. Ganze Branchen könnten infolgedessen mangels kranker Menschen in sich kollabieren. Die letzten zwei Teile dieser Serie sind Auszüge aus dem Buch der Autorin.

EU und globale Organisationen

Nicht nur auf nationaler Ebene gibt es etliche und sehr einflussreiche Personen und Organisationen, die sich für die Konzerne, nicht aber für die Gesundheit von Menschen starkmachen. International gibt es weitere bedeutende, wenn nicht noch wichtigere Spieler im Kampf um die globale Kontrolle unserer Nah- rungsmittelversorgung. Es folgen ein paar Beispiele.

1. Das International Life Sciences

Institute (ILSA)

Gegründet wurde das Institut in Washington DC, USA in 1978. Die Mitglieder dieser Organisation sind überwiegend Lebensmittel- und Getränkekonzerne, industrielle Landwirtschaft, Chemiekonzerne und Pharmagiganten. Organisiert ist dieses Institut in 16 Fachbereiche, welche wiederum global, regional und länderspezifisch arbeiten. 51 Prozent des Überwachungsbeirats stammen aus der freien Wirtschaft und umfassen Konzerne wie Monsanto, Nestlé und Coca-Cola. Mitglieder sind weiterhin Danone, DSM, Unilever, Süd- zucker, DuPont, BASF, Pfizer und etliche mehr. Hier handelt es sich praktisch um die gleichen Konzerne, die auch mit unserem Bauernverband und dem dazugehörigen Präsidenten, Joachim Rukwied, eng zusammenarbeiten. Das offizielle Ziel der ILSA — laut eigener Webseite — ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Öffentlichkeit zu verbessern. Das soll geschehen, indem man Wissenschaftler, Regierungen und die Konzernwelt an einem unabhängigen Tisch zusammenbringt. Wie diese Konstellation überhaupt jemals unabhängig sein soll, ist allerdings fraglich. Gemeinsam soll das wissenschaftliche Verständnis rund um die Bereiche Nähr- stoffe, Lebensmittelsicherheit, Risikobewertung und Umwelt verbessert werden. Die ILSA ist maßgeblich an den Entscheidungen beteiligt, welche Lebensmittel in der EU und in Deutschland als gesundheitsfördernd oder be- denklich deklariert werden. Die Organisation mischt bei Entscheidungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit und ist vernetzt mit deutschen Orga- nisationen, wie zum Beispiel dem Max Rubner-Institut. Es hat unglaublich viel Macht, ist fast ausschließlich von der Industrie finanziert und in der deutschen Bevölkerung gänzlich unbekannt. Wenn man sich das Institut genauer anschaut, wird klar: Hier handelt man ausschließlich im Interesse der Konzerne, die dieses Institut vertritt.

2. Codex Alimentarius (CA)

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft schreibt über diese Orga- nisation: „Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung von Normen für die Lebensmit- telsicherheit und -produktqualität, die von der Ernährungs- und Landwirt- schaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen erstmals 1963 herausgegeben wurde. Der Codex koor- diniert den fairen Handel mit Lebensmitteln auf internationaler Ebene und stellt den Schutz der Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern mithilfe von einheitlichen Normen sicher … Anfang der 1960er-Jahre haben die FAO und die WHO die Notwendigkeit erkannt, angesichts der weltweiten Zunahme des Lebensmittelhandels ein internationales Lebensmittelrecht — daher vom Lateinischen abgeleitet: Codex Alimentarius — zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher zu schaffen. Der Codex Alimentarius hat seitdem einen großen Einfluss auf die Qualität und Sicherheit der globalen Lebensmittelversorgung und trägt wesentlich zur Förderung des Lebensmittelhandels bei.“ Hier wird entsprechend entschieden, welche Pestizidrückstände zulässig sind oder welche Tierarzneimittelrückstände für Menschen als ungefährlich gelten. Es wird definiert, welche diätetischen Lebensmittel auf den Markt dürfen und wie genau Lebensmittelkennzeichnung stattfinden muss, alles rund um Lebens- mittelhygiene und einiges mehr. Es gibt vertikale Warenkomitees, die sich ein- zelner Produkte annehmen, wie der Produktion von Obst und Gemüse, Fetten und Ölen, Kakao und Zuckerprodukten, Milchprodukten, Fleisch- und Fisch- produkten, Getreide, Gentechnik und viele mehr. Beim Codex Alimentarius wird also entschieden, was, wie und wann von der weltweiten Lebensmittelindustrie und all ihren Helfern produziert werden darf. Diese Organisation ist praktisch die weltweit mächtigste Instanz rund ums Essen. Diesem Codex gehören zur Zeit 168 Staaten an. Und auch, wenn der CA keine Rechtsverbindlichkeit hat, spricht er Empfehlungen aus, die von den meisten Ländern auch so angenommen werden. Ebenso werden die gesetzten Standards als Entscheidungshilfe von der Welthandelsorganisation (WTO) bei Handelsstreitigkeiten herangezogen und begründen damit ein besonderes Gewicht. Auf den Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft steht weiterhin: „Aufgabe der Codex-Alimentarius-Kommission ist es, die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit zu schützen, faire Handels- praktiken im internationalen Handel mit Lebensmitteln sicherzustellen und die Normungsarbeiten im Lebensmittelbereich auf internationaler Ebene zu koordinieren. Codex-Normen stellen die Basis dar, auf der die Mitgliedstaa- ten der Codex-Alimentarius-Kommission ihre lebensmittelrechtlichen Bestimmungen harmonisieren sollen.“ Dass der Codex Alementarius nicht die Aufgabe erfüllt, die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit zu schützen, sieht man alleine schon daran, dass wir weltweit immer dicker und kränker werden. Und zwar in rasanter Geschwindigkeit seit Gründung dieser Organisation in den 1960ern. Interessierte können sich hier wieder durch etliche Berichte über Korruption und Verstrickungen von Funktionären der CA, den beratenden Wissenschaft- lern, der Agrochemie- und Pharmaindustrie sowie Lebensmittelkonzernen und weltweiten Regierungen, die ebenfalls unter dem Einfluss genau dieser Konzer- ne stehen, arbeiten. Auch das ist spannend, beweist allerdings nur, was wir eh schon wissen: Wenn so viel Geld auf dem Spiel steht, mischt die Konzernwelt immer für ihre Interessen kräftig mit.

3. Europäische Behörde für Lebens-

mittelsicherheit (EBL/EFSA)

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBL oder englisch: European Food Safty Authority, EFSA) ist eine Agentur der Europäischen Union. Ihre Aufgabe ist es, über bestehende und neu auftretende Risiken im Zusammenhang mit der Lebensmittelkette zu informieren und dazu wissen- schaftliche Beratung anzubieten. Die Arbeit der Behörde deckt alle Themen ab, die eine direkte oder indirekte Auswirkung auf die Lebensmittel- und Futtermit- telsicherheit haben, einschließlich Tiergesundheit und Tierschutz, Pflanzen- schutz und Pflanzengesundheit. Gegründet wurde die EFSA in 2002 und sie hat ihren Sitz in Parma, Italien. Auch die EFSA pflegt engste Kontakte mit der Lebensmittelindustrie. Die Süd- deutsche Zeitung schreibt in einem Artikel vom 27. Oktober 2011: „Die ‚unabhängigen‘ Experten des EFSA und ihre Verbindungen zur Industrie: Führende Mitarbeiter der europäischen Lebensmittelaufsichtsbehörde EFSA arbeiten eng mit der Industrie zusammen. Neben ihrer Aufgabe bei der Auf- sicht, sind sie auch für große Lebensmittelkonzerne wie Nestlé, Kraft Foods, Unilever und andere tätig. Dabei sollten sie diese doch eigentlich kontrollie- ren. Anti-Lobby-Organisationen kritisieren das scharf, weil sie die Unabhängig- keit der Behörde gefährdet sehen. Das Nachsehen haben die Verbraucher.“ Auf Spiegel online steht 2013 in einem Artikel: „EU-Lebensmittelbehörde wird Lobbyisten nicht los. Die EFSA sorgt für die Sicherheit von Lebensmitteln: Sie kontrolliert Zusatzstoffe, Gen-Pflanzen und Verpackungen. Die Mehrheit der Wissenschaftler in der EU-Behörde hat aber enge Verbindungen zur Industrie, die sie eigentlich überwacht — obwohl sich das ändern sollte. Einer neuen Untersuchung zufolge haben 59 Prozent der Experten in den wissenschaftlichen Gremien direkte oder indirekte Verbindungen in genau jene Industriezweige, die von der Behörde reguliert werden sollen. Und das sind viele mächtige und gut ausgestattete Branchen: Die Ausschüsse bewer- ten beispielsweise die Risiken von Zusatzstoffen in Lebensmitteln, von Gift- stoffen in der Nahrungskette, Verpackungen, genetisch veränderten Organis- men oder Pflanzenschutzmitteln und deren Rückständen.“ Deutschlandfunk schreibt in einem Artikel am 13. Juli 2017 in Bezug auf die Aus- sagen der EFSA und Glyphosat: „Glyphosat-Gegner kritisieren Datenmanipulation. Wissenschaftler erheben schwere Vorwürfe: Die Glyphosat-Einstufung der EU-Institutionen als ‚nicht krebserregend‘ sei ‚in gravierender Weise falsch‘. Bei Studien sei die Daten- lage ‚zugunsten‘ des Unkrautvernichters verändert worden. Es bestehe auch der Verdacht parteiischer Einflussnahme. ‚Unser Ziel ist, dass wir die Kommission dahingehend bewegen, dass sie sich tatsächlich die Daten noch mal genauer anguckt, und dann müssten sie eigentlich zu der Einsicht kommen, dass an den Vorschlägen von ECHA und EFSA irgendetwas faul ist.‘ Der Toxikologe Peter Clausing. Er hat gemeinsam mit dem Statistik-Experten Christopher Portier für das Pestizid Aktions Netzwerk (PAN) die wissen- schaftliche Würdigung von Glyphosat durch die EU-Institutionen ECHA und EFSA intensiv gesichtet und kommt zu dem Ergebnis, dass deren Einstufung des Wirkstoffs als ’nicht krebserregend’ falsch sein dürfte. ‚Sie liegen falsch, weil sie ihre eigenen Regeln missachtet haben, weil sie exis- tierende Dosisabhängigkeit bei den Studien negieren, weil sie die Wiederhol- barkeit der Befunde gleichen Typs bei verschiedenen Studien abstreiten, ob- wohl sie nachweisbar sind und weil sie sogenannte ‚historische Kontrollen‘, die sie in gravierend falscher Weise anwenden, ins Feld führen, um die exis- tierenden Befunde abzuschwächen und zu negieren.‘“. Dass es sich bei dieser Behörde schon lange nicht mehr, oder vielleicht noch nie, um eine Institution handelt, die die Sicherheit der europäischen Bevölkerung schützt, kann man ebenfalls an den Anweisungen rund um Lebensmittelkenn- zeichnung ablesen.

Die Details unserer Lebensmittel-

kennzeichnung

Die EFSA ist die Behörde, welche die EU Kommission beraten hat, welche Allergene und andere Zusatzstoffe nun verpflichtend auf allen Lebensmitteln — verpackt und unverpackt — im gesamten europäischen Raum angegeben werden müssen. Wer sich diese Details genau anschaut erkennt: Die neue Lebensmittelkennzeichnungspflicht schützt nicht die allgemeine Gesundheit von Menschen sondern bewirkt ganz andere Sachen. Angeblich gefährliche Stoffe Seit Dezember 2014 müssen für alle Lebensmittel in Kitas, Schulen, Kantinen, Restaurants und Supermärkten nun folgende 14 Allergene angeben werden. 1. Glutenhaltige Getreide, namentlich Weizen (wie Dinkel und Khorasan- Weizen), Roggen, Gerste, Hafer oder deren Hybridstämme 2.Krebstiere wie Krebse, Garnelen, Krabben, Hummer etc. 2. Eier 3. Fisch 4. Erdnüsse 5. Soja 6. Milch (einschließlich Laktose) 7. Schalenfrüchte, namentlich Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cachunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse, Queenslandnüsse 8. Sellerie 9. Senf 10. Sesamsamen 11. Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter) 12. Süßlupinen 13. Weichtiere (zum Beispiel Schnecken, Muscheln, Tintenfisch et cetera) Wer sich diese Liste im Zusammenhang mit essenziellen Nährstoffen, Produk- tionsprozessen und Gesundheit genau anschaut, bemerkt Folgendes: Abgesehen von Schwefeldioxid und Sulfiten, ein Zusatzstoff zur Konservierung von Wein und Trockenobst, sind alle hier aufgeführten und angeblich potenziell gefährlichen Nahrungsmittel ursprünglicher und weit verbreiteter Herkunft. In unverarbeiteter oder handwerklich verarbeiteter Form haben Menschen diese Produkte seit Tausenden von Jahren konsumiert. All diese hier aufgeführten Lebensmittel sind ebenfalls besonders gute Lieferanten der für uns so wich- tigen essenziellen Nährstoffe. Allergisch reagiert auf diese Lebensmittel nur circa 1 bis 4 Prozent der Bevöl- kerung, und zwar mit Symptomen in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Es handelt sich hier um Menschen, bei denen das eigene Immunsystem durch- einander gekommen ist und nun Substanzen bekämpft, die für uns Menschen eigentlich besonders wichtig sind. Ein kritischer Blick in die Nährstoffversor- gung dieser Menschen würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen, dass sie hauptsächlich aufgrund von Fehl- und Mangelernährung überhaupt erst Aller- gien entwickelt haben. Diese Liste schützt also nicht die breite Masse der Bevölkerung, sondern bewirkt ganz andere Dynamiken. All diese Lebensmittel werden in der Öffentlichkeit nun permanent als „potenziell gefährlich“ wahrgenommen. Das bewirkt eine allgemeine Verunsicherung. Die Folge ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Menschen viele dieser Produkte weniger konsumieren und somit ihre Gesund- heit schwächen. Für Kleinbetriebe, Kantinen und auch Eltern gilt, dass zusätz- lich zu einer ohnehin schon gravierenden Verwirrung in Sachen Ernährung nun auch noch ein hoher administrativer Aufwand entsteht. Für die Konzerne bedeutet diese Entwicklung Folgendes: 1. Die Agro- und Lebensmittelindustrie steigert den Absatz ihrer Produkte und kann sich die oft teuren und aufwendigen Rohstoffe wie Senf, Nüsse, Samen, Schalentiere und Weichtiere einfach sparen und durch glutenfreien Weizen oder laktose-freies Magermilchpulver ersetzen. 2. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit führt diese Veränderung zu höheren Krankenständen, was wiederum den Absatz von Pharmaprodukten steigert. 3. Beide Entwicklungen bedeuten satte Gewinne für die jeweiligen Unterneh- men und deren Kapitalgeber, also die Finanzindustrie und Großinvestoren. Süßlupine — ein spezieller Fall Besonders interessant ist die Süßlupine auf dieser Liste. Diese wieder aufkom- mende Hülsenfrucht ist für gleich mehrere Industriezweige gefährlich. Die Fakten: 1. Lupinen wurden traditionell überall in Europa angebaut und erlangen nun wieder verstärkt an Bedeutung unter ernährungsbewussten Menschen. 2. Lupinen sind ein hochprozentiger Eiweißlieferant und beinhalten alle für den menschlichen Organismus essenziellen Aminosäuren. Diese Hülsen- frucht eignet sich somit hervorragend als Fleischersatz und regionales Tierfutter. Ebenfalls liefern die Samen von Lupinen Vitamin E und wichtige Spurenelemente wie Kalium, Kalcium, Magnesium und Eisen. 3. Die Pflanze ist äußerst genügsam, verträgt Hitze wie Kälte gleichermaßen, braucht praktisch keinen Dünger und Pflanzenschutz und kann überall in Europa angebaut werden. Zusätzlich reichert sie den Boden mit Stickstoff an und verbessert somit die Bodenqualität für nachkommendes Saatgut. Lupinen selbst müssen nicht oder wenig gedüngt werden. Das gilt auch für ihre Folgefrucht. 4. Wenn europäische Landwirte also wieder regional Lupinen anbauen und die Bevölkerung diese essen, gefährdet das den Absatz, Umsatz und die Rendite folgender Industriezweige: die Massentierhaltung, die Produktion und den Verkauf von Pestiziden und Düngemitteln, die Produktion von Futtermitteln und den Vertrieb von Gensoja, Mais sowie Weizen, die globale Logistikbranche und alle weiteren und von diesen Industrien abhängigen Wirtschaftszweige. Lupinen sind also wirklich gefährlich, allerdings nicht für die Gesundheit von Menschen. Hier liegt die Erklärung dafür, warum ein Produkt, welches die meisten Bürger bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht mehr kannten, seit 2014 als eine der größten Lebensmittelgefahren in ganz Europa genannt wird. Angeblich ungefährliche Stoffe — Zusatzstoffe und mehr Man könnte ja nun argumentieren, dass auch 1 bis 4 Prozent der Menschen in Europa das Recht auf Schutz haben und somit potenziell gefährliche Substan- zen gekennzeichnet werden müssen. Da stimme ich grundsätzlich zu. Wenn es aber wirklich um den Schutz von Menschen gehen würde und nicht um wirt- schaftliche Interessen, dann würden wir ganz andere, und zwar verpflichtende Kennzeichnungen sowohl in Bezug auf die Anwesenheit als auch die genaue Menge von gesundheitsgefährdenden Substanzen sehen. Das ist nicht der Fall. Für alle zubereiteten Speisen in Kitas und Schulkantinen, Restaurants, Betriebs- kantinen, Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt Folgendes: Gar nicht angezeigt werden müssen: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Rückstände von Pharmaprodukten und Hormonen aus der Massentier- haltung Genetisch veränderte Organismen innerhalb der zulässigen Mengenangaben Rückstände von Plastik, Schmierölen, Schwer- und Leichtmetallen etc. aus Produktionsprozessen und von Verpackungen Gehalt von Alkohol Angezeigt aber nur als Oberbegriff, ohne Differenzierung der tatsächlich ver- wendeten Substanzen und ohne Mengenangaben müssen: Süßungsmittel“: Zusammengefasst werden hier natürliche und raffinierte Zuckerstoffe ebenso wie etliche unbedenkliche und bedenkliche Zucker- austauschstoffe. mit Konservierungsstoff“ oder „konserviert“: Darunter fallen gesundheit- lich unbedenkliche beziehungsweise förderliche Substanzen wie Vitamin C, Vitamin E oder Beta Carotin ebenso wie bedenkliche Substanzen mit ent- sprechenden Warnhinweisen. Zu der zweiten Gruppe gehören Zusatzstoffe mit den Wortteilen Benzeot-, Sorbat-, Sorbin-, Sulfit, - Buthylhydro-. Geschmacksverstärker“: Hier werden synthetisches Glutamat, Chlorid- verbindungen oder andere chemische Substanzen ebenso wie natürliche und unbedenkliche Substanzen wie die Aminosäure L-Cystein zusammen- gefasst. mit Farbstoff“: Zusammengefasst sind hier natürliche Farbstoffe — dazu gehören Pflanzenkohle, Paprikaextrakt, Lycopin, Lutein, Beetenrot und etliche mehr — sowie chemische und gesundheitsgefährdende Stoffe. Namentlich sind das Aluminium oder E102, E119, E120, E122, E123, E124, E127, E129, E131, E132 und einige mehr; diese müssen nicht angezeigt werden. mit Antioxidationsmittel“: Zusammengefasst werden hier gesundheitlich unbedenkliche wie förderliche Substanzen – Vitamin C, Vitamin E, Beta Carotin oder Lecithine — aber auch Substanzen mit bedenklichen Neben- wirkungen. Dazu gehören Butylhydroxytoluol (E321) alle Gallate und Sulfite. All diese Substanzen können allergische Reaktionen auslösen und es wird für Kleinkinder vor übermäßigem Verzehr gewarnt. Die Zusätze Nitrat, Nitrit, Phosphat und Schwefel müssen generell ange- zeigt werden allerdings ohne konkrete Mengenangaben. Wie absurd diese Informationspolitik vonseiten der EU ist, wird offensicht- lich bei der Betrachtung von folgenden Zahlen – die jährlichen Todesopfer in Großbritannien, einem Land mit 66 Millionen Bürgern: Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 160.000 (Hauptrisiko aus der Ernährung: hoher Salzkonsum und Phosphatzusätze) Alkoholtote: 7.700 Tote durch Lebensmittelallergien: 10 Fazit: Hoher Nutzen für Konzerne, wenig Gesundheitsschutz für Bürger! In Bezug auf die EU-weite Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel halte ich fest: 1. Der Nutzen für die allgemeine Bevölkerung in Bezug auf die verpflichten- den Angaben über Allergene ist fragwürdig. 2. Substanzen, die gesundheitlich gefährlich, aber keine offiziellen Zusatz- stoffe sind, müssen nicht deklariert werden. 3. Verpflichtende Angaben über teils sehr gefährliche Zusatzstoffe sind an vielen Stellen unspezifisch und für den Laien nicht verständlich. Gesund- heitsgefährdende und ungefährliche Substanzen werden in einen Topf geschmissen und der Konsument kann ein persönliches Risiko unmöglich bestimmen. Dieses spezielle Sammelsurium von verpflichtenden Kennzeichnungen bedeu- tet also einen enormen Vorteil für etliche Industrien. Es erlaubt, günstige und wenig wertige Substanzen für die Herstellung unserer Nahrungsmittel zu pro- duzieren und zu verarbeiten, ohne potenzielle Gefahren offenlegen zu müssen. Diese Kennzeichnungspflicht schafft keine Anreize, gesundheitsförderliche Produktionsprozesse oder natürliche und ungefährliche Zusatzstoffe zu ver- wenden. Das Nachsehen haben kleine Betriebe, die ökologisch und handwerk- lich hochwertige, aber teurere Lebensmittel produzieren. Die EFSA hat es geschafft, das Europäische Parlament zu instrumentalisieren, eine völlig irreführende und gesundheitsschädigende Informationspolitik für über 500 Millionen Menschen durchzusetzen. Das ist ein Garant für Wachstum und Ertragssteigerung für die Konzerne auf Kosten der Gesundheit der Bevöl- kerung. Dass die einzelnen Nationen der EU bei so einer absurden Bevormundung nicht laut aufschreien und sich zur Wehr setzten, ist bemerkenswert. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass die wenigsten Menschen heute die Zusammenhänge zwi- schen den Empfehlungen der Aufsichtsbehörden, dem allgemeinen schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung und den wirtschaftlichen Interessen von einigen wenigen, verstehen.

4. Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wiederum ist die Koordinationsbe- hörde der Vereinten Nationen und zuständig für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Gegründet wurde die WHO am 7. April 1948 und sie hat ihren Sitz in Genf. Das ist unweit des Hauptsitzes der Schweizer Konzerne Nestlé, Roche und Novartis. Zu den Mitgliedsstaaten gehören 194 Länder weltweit. Also praktisch alle Länder der Welt. Einen besonderen Schwerpunkt hat die WHO auf Infektionskrankheiten gelegt sowie auf die Förderung der allgemeinen Gesundheit der Weltbevölkerung. Dass dieses Ziel, besonders in den letzten 40 Jahren, nicht erreicht wurde und immer weniger erreicht wird, ist offensichtlich. Dazu braucht man sich nur wieder die weltweiten Krankheitsstatistiken anzuschauen. Auch hier mag man sich fragen: Warum ist das so? Die Antwort ist wieder eine recht einfache und verknüpft mit in der Frage, wer die WHO finanziert? Ursprünglich wurde die WHO einmal ausschließlich von den Mitgliedstaaten finanziert. Das ist aber seit den 90ern nicht mehr der Fall. Mittlerweile werden nur noch 24 Prozent der Kosten der WHO verpflichtend von seinen Mitglieds- staaten gedeckt. Der Rest, also 76 Prozent, stammt von freiwilligen Beiträgen, Stiftungen, internationalen Organisationen, NGOs und dem privaten Sektor. Die WHO-Projekte werden teilweise als „Public Private Partnerships“ organisiert und somit zu großen Teilen aus der Wirtschaft finanziert. Zweitgrößter Geldgeber, nach den USA, ist nun Bill Gates, ehemaliger CEO und Gründer von Microsoft. Gates finanziert die WHO maßgeblich über seine Bill- und-Melinda-Gates-Stiftung. Die zwei Hauptprojekte der WHO sind folgende: Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Global Alliance for Vaccination and Immunization Gavi), welche zu 75 Prozent (750 Millionen US-Dollar) von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung finanziert wird. Also dem bis vor kurzem reichsten Mann der Welt, der sein Geld mittlerweile wesent- lich mit Aktiengewinnen von Pharmaprodukten und Coca-Cola verdient. Hier findet sich die Antwort, warum wir gegen immer mehr Krankheiten impfen, aber nicht das Immunsystem der Menschen mit gesunder Ernährung stärken sollen. Die Globale Allianz für verbesserte Ernährung (GAIN). Diese Initiative wurde 2003 gegründet mit dem angeblichen Ziel, Mangelernährung, vor allem in Entwicklungsländern, zu verhindern. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem künstliche Vitamine und Mineralstoffe in Grundnahrungsmittel gemischt werden und „optimiertes“ und genetisch verändertes Saatgut verstärkt angebaut wird. Die Geldgeber sind wieder die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sowie eine Reihe von Regierungen und NGOs, die wiederum von der Agro- chemie, der Lebensmittel- und der Pharmaindustrie finanziert werden. In dieser Struktur der Finanzierung liegt die Antwort verborgen, warum Nestlé angereicherte Maggiwürfel und Zuckerprodukte in Afrika und Asien als gesunde Lebensmittel verkaufen darf, statt dass die WHO anweist, der regionalen Bevölkerung zu erklären, wie man biologische Landwirtschaft betreibt, sich von Wildkräutern aus der Region mit allen essenziellen Nähr- stoffen versorgt und die eigene Darmflora stärkt. Ein weiteres Beispiel: Untersuchung europäischer Kinder Eine weitere und wieder fragwürdige Initiative der WHO ist zum Beispiel die European Childhood Survellance Innitative (COSI). In ganz Europa werden in 36 Ländern seit 2007/08 regelmäßig Daten über die körperliche Verfassung und Entwicklung von Grundschulkindern erhoben. Bereits 250.000 Kinder wurden untersucht. Auch wir haben für unseren Sohn im Oktober 2018 einen Fragebogen für diese Studie erhalten. Und genauso wie bei den bereits erwähnten und groß ange- legten Studien — GRETA, DINO, KIGS WELLE 2 — erhält man viele Fragen. Eingeholt werden Informationen bezüglich Geburtsgewicht und Größe des Kindes, Stillverhalten der Mutter, Schulweg, sportlicher Betätigung und ein paar oberflächliche Angaben bezüglich Essverhalten: Werden Obst und Gemüse, Fisch-, Fleisch- und Milchprodukte, Eierspeisen, pikante Snacks und zucker- haltige Erfrischungsgetränke konsumiert und geht das Kind regelmäßig in Fast- Foodrestaurants essen? Wie ist das generelle Befinden des Kindes? Hat es Freunde und ist es unter- oder übergewichtig, wird ebenfalls abgefragt. Hinzu kommen ein paar Abfragen bezüglich des Bildungsgrades der Eltern und chronischer Krankheitsbelastungen in der Familie. Hingegen nicht abgefragt oder gemessen werden folgende Aspekte: Wie ist die konkrete Versorgung mit allen essenziellen Nährstoffen? Wie viel und unter welchen Konditionen darf ein Kind in der Mittagssonne spielen? Wie ist der Vitamin-D-Wert des Kindes? Wie ist die Qualität der verabreichten Lebensmittel? Werden sie biologisch produziert oder nicht? Besteht eine mögliche Belastung des Stoffwechsels durch verabreichte Medikamente oder andere Schadstoffe? Folgendes wird offensichtlich: Auch mit dieser Studie und einer derart ober- flächlichen Datenerhebung wird es unmöglich sein, klare Handlungsoptionen zu definieren, welche es erlauben, den Gesundheitszustand unserer Kinder zu verbessern. Man mag sich fragen: Ist genau das das Ziel? Man bedenke: Auch über die WHO gibt es immer wieder Schlagzeilen mit Korruptionsvorwürfen. Offensichtliche Interessenkonflikte und Verflechtungen von führenden Angestellten mit etlichen Pharma- und Lebensmittelkonzernen werden regelmäßig in der Presse kritisiert. Verdächtig ist auch wieder die Tatsache, dass, je mehr sich die WHO in die globalen Belange ihrer Mitglieds- staaten eingemischt hat, die Weltbevölkerung kränker und nicht gesünder ge- worden ist. Im gleichen Zeitraum sind dafür die Gewinne der Konzerne, deren Produkte nun auch die WHO fördert, deutlich gestiegen. Weiterhin lässt sich Folgendes herleiten: Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass die meisten der weltweit mächtigsten Konzerne der Lebensmittel- und Pharma- industrie entweder aus den USA stammen, und somit zum größten Geldgeber der WHO gehören, oder sie ihren Hauptsitz in einem der kleinsten Länder der Welt haben, der Schweiz, und ihre globalen Geschäfte aus unmittelbarer Nähe dieser Weltorganisation steuern. Zur Verteidigung der WHO muss man allerdings sagen: Mit Sicherheit gibt es viele Menschen bei dieser Organisation, denen das Wohl der Menschheit wirklich am Herzen liegt. Aber auch all diesen Menschen wird es nicht erlaubt sein, wirklich klare Ansagen und Empfehlungen zu verbreiten. Die Empfehlun- gen wären einfach und wirksam: Esst nur natürliche und biologisch produzierte Lebensmittel, stellt sicher, dass diese Lebensmittel das ganze Spektrum an notwendigen Nährstoffen abdecken, hütet euch vor Giftstoffen, treibt mäßig Sport, geht an die Sonne und vermeidet zu viel Stress. Das Ganze könnte man mit ein paar übersichtlichen Essensplänen unterlegen, was ohne Problem auf fünf DIN-A4-Seiten passen würde. Genauso viel Platz brauchen die Grund- regeln, die ich im letzten Kapitel für uns selbst zusammengestellt habe. Wenn aber die WHO diese Anweisungen klar und deutlich verbreiten würde, wäre das für die Industrien, welche die WHO nun maßgeblich direkt oder indi- rekt finanzieren, ein finanzielles Desaster. Ebenso wäre dann offensichtlich, dass es für diese vergleichsweise einfachen Regeln einer gesunden Lebens- führung gewiss nicht derart viele Behörden, Institute und Stiftungen braucht. Die WHO, ebenso wie etliche weitere Ernährungs- und Gesundheitsbehörden, müssten dann erklären, warum wir diese Institutionen mit unseren Steuer- geldern finanzieren.

Fazit: Ein weltweites Drama

Die Bevölkerung sollte davon ausgehen, dass es besonders in der westlichen Welt keine einzige Regierung oder Behörde, kein Ministerium und keine Verei- nigung von Staaten, keine globalen Verbände, keine größeren Forschungsein- richtungen oder große Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gibt, die heute nicht von Zahlungen aus der Wirtschaft abhängig sind. Ebenfalls gilt: Die obersten Entscheider von all diesen gesellschaftlichen Steue- rungsorganen sind genau die Personen, welche die Abhängigkeit von der Wirt- schaft überhaupt erst etabliert haben. Diese Verflechtung und Abhängigkeit bedeutet, dass immer mehr Rahmenbedingungen geschaffen und weiterent- wickelt werden müssen, die das Wachstum der Konzernwelt unterstützen. Dieser Drang nach Wachstum aber steht im Widerspruch zu gesunder Nahrung und einer intakten Ökologie und somit auch zur Gesundheit von Menschen. Und aufgrund dieser Verflechtung und Abhängigkeit bekommen wir von keinem dieser Staaten und keiner dieser Organisationen die wirklich relevanten Infor- mationen, die wir für den Erhalt unsere Gesundheit brauchen. Und aus dem gleichen Grund bewegt sich die Zunahme von Zivilisationskrankheiten im Gleichschritt in fast allen Ländern der Welt.

Quellen und Anmerkungen:

Auszug aus dem Buch „Deutschlands kranke Kinder. Wie auf Anweisung der Regierung Kitas und Schulen die Gesundheit unserer Kinder schädigen“, tredition, 2019, Seite 374 bis 397. Alle Angaben zu Quellen und weiterführenden Informationen finden sich auf den Seiten. Hintergründe und mehr: https://deutschlandskrankekinder.de/ Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt Futureway diesen Text in der Zweitverwertung und weist freundlich darauf hin, dass freie Medien wie Rubikon auf Spenden angewiesen sind.
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1. Das International Life

Sciences Institute (ILSA)

Gegründet wurde das Institut in Washington DC, USA in 1978. Die Mitglieder dieser Organisation sind überwiegend Lebensmittel- und Getränkekonzerne, industrielle Landwirtschaft, Chemiekonzerne und Pharmagiganten. Organisiert ist dieses Institut in 16 Fachbereiche, welche wiederum global, regional und länderspe- zifisch arbeiten. 51 Prozent des Überwachungsbei- rats stammen aus der freien Wirtschaft und umfas- sen Konzerne wie Monsanto, Nestlé und Coca-Cola. Mitglieder sind weiterhin Danone, DSM, Unilever, Südzucker, DuPont, BASF, Pfizer und etliche mehr. Hier handelt es sich praktisch um die gleichen Kon- zerne, die auch mit unserem Bauernverband und dem dazugehörigen Präsidenten, Joachim Rukwied, eng zusammenarbeiten. Das offizielle Ziel der ILSA — laut eigener Webseite — ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Öffentlichkeit zu verbessern. Das soll geschehen, indem man Wissenschaftler, Regierungen und die Konzernwelt an einem unabhängigen Tisch zusam- menbringt. Wie diese Konstellation überhaupt jemals unabhängig sein soll, ist allerdings fraglich. Gemeinsam soll das wissenschaftliche Verständnis rund um die Bereiche Nährstoffe, Lebensmittelsi- cherheit, Risikobewertung und Umwelt verbessert werden. Die ILSA ist maßgeblich an den Entschei- dungen beteiligt, welche Lebensmittel in der EU und in Deutschland als gesundheitsfördernd oder bedenklich deklariert werden. Die Organisation mischt bei Entscheidungen der Weltgesundheits- organisation (WHO) mit und ist vernetzt mit deutschen Organisationen, wie zum Beispiel dem Max Rubner-Institut. Es hat unglaublich viel Macht, ist fast ausschließlich von der Industrie finanziert und in der deutschen Bevölkerung gänzlich unbe- kannt. Wenn man sich das Institut genauer anschaut, wird klar: Hier handelt man ausschließlich im Inte- resse der Konzerne, die dieses Institut vertritt.

2. Codex Alimentarius (CA)

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft schreibt über diese Organisation: „Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung von Normen für die Lebensmittelsicherheit und - produktqualität, die von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Verein- ten Nationen erstmals 1963 herausgegeben wurde. Der Codex koordiniert den fairen Handel mit Lebensmitteln auf internationaler Ebene und stellt den Schutz der Gesundheit von Verbrau- cherinnen und Verbrauchern mithilfe von einheitlichen Normen sicher … Anfang der 1960er-Jahre haben die FAO und die WHO die Notwendigkeit erkannt, angesichts der weltweiten Zunahme des Lebensmittelhandels ein internationales Lebensmittelrecht — daher vom Lateinischen abgeleitet: Codex Alimentarius — zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher zu schaffen. Der Codex Alimentarius hat seitdem einen großen Einfluss auf die Qualität und Sicher- heit der globalen Lebensmittelversorgung und trägt wesentlich zur Förderung des Lebensmittel- handels bei.“ Hier wird entsprechend entschieden, welche Pesti- zidrückstände zulässig sind oder welche Tierarznei- mittelrückstände für Menschen als ungefährlich gelten. Es wird definiert, welche diätetischen Lebensmittel auf den Markt dürfen und wie genau Lebensmittelkennzeichnung stattfinden muss, alles rund um Lebensmittelhygiene und einiges mehr. Es gibt vertikale Warenkomitees, die sich einzelner Produkte annehmen, wie der Produktion von Obst und Gemüse, Fetten und Ölen, Kakao und Zucker- produkten, Milchprodukten, Fleisch- und Fisch- produkten, Getreide, Gentechnik und viele mehr. Beim Codex Alimentarius wird also entschieden, was, wie und wann von der weltweiten Lebens- mittelindustrie und all ihren Helfern produziert werden darf. Diese Organisation ist praktisch die weltweit mächtigste Instanz rund ums Essen. Die- sem Codex gehören zur Zeit 168 Staaten an. Und auch, wenn der CA keine Rechtsverbindlichkeit hat, spricht er Empfehlungen aus, die von den meisten Ländern auch so angenommen werden. Ebenso werden die gesetzten Standards als Entscheidungs- hilfe von der Welthandelsorganisation (WTO) bei Handelsstreitigkeiten herangezogen und begrün- den damit ein besonderes Gewicht. Auf den Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft steht weiterhin: „Aufgabe der Codex-Alimentarius-Kommission ist es, die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit zu schützen, faire Handels- praktiken im internationalen Handel mit Lebens- mitteln sicherzustellen und die Normungsarbei- ten im Lebensmittelbereich auf internationaler Ebene zu koordinieren. Codex-Normen stellen die Basis dar, auf der die Mitgliedstaaten der Codex- Alimentarius-Kommission ihre lebensmittelrecht- lichen Bestimmungen harmonisieren sollen.“ Dass der Codex Alementarius nicht die Aufgabe erfüllt, die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit zu schützen, sieht man alleine schon daran, dass wir weltweit immer dicker und kränker werden. Und zwar in rasanter Geschwin- digkeit seit Gründung dieser Organisation in den 1960ern. Interessierte können sich hier wieder durch etliche Berichte über Korruption und Verstrickungen von Funktionären der CA, den beratenden Wissenschaft- lern, der Agrochemie- und Pharmaindustrie sowie Lebensmittelkonzernen und weltweiten Regierun- gen, die ebenfalls unter dem Einfluss genau dieser Konzerne stehen, arbeiten. Auch das ist spannend, beweist allerdings nur, was wir eh schon wissen: Wenn so viel Geld auf dem Spiel steht, mischt die Konzernwelt immer für ihre Interessen kräftig mit.

3. Europäische Behörde

für Lebensmittelsicherheit

(EBL/EFSA)

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBL oder englisch: European Food Safty Authority, EFSA) ist eine Agentur der Europäischen Union. Ihre Aufgabe ist es, über bestehende und neu auftreten- de Risiken im Zusammenhang mit der Lebensmittel- kette zu informieren und dazu wissenschaftliche Beratung anzubieten. Die Arbeit der Behörde deckt alle Themen ab, die eine direkte oder indirekte Auswirkung auf die Lebensmittel- und Futtermittel- sicherheit haben, einschließlich Tiergesundheit und Tierschutz, Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit. Gegründet wurde die EFSA in 2002 und sie hat ihren Sitz in Parma, Italien. Auch die EFSA pflegt engste Kontakte mit der Lebensmittelindustrie. Die Süddeutsche Zeitung schreibt in einem Artikel vom 27. Oktober 2011: „Die ‚unabhängigen‘ Experten des EFSA und ihre Verbindungen zur Industrie: Führende Mitarbei- ter der europäischen Lebensmittelaufsichtsbe- hörde EFSA arbeiten eng mit der Industrie zusammen. Neben ihrer Aufgabe bei der Auf- sicht, sind sie auch für große Lebensmittelkon- zerne wie Nestlé, Kraft Foods, Unilever und andere tätig. Dabei sollten sie diese doch eigent- lich kontrollieren. Anti-Lobby-Organisationen kritisieren das scharf, weil sie die Unabhängigkeit der Behörde gefährdet sehen. Das Nachsehen haben die Verbraucher.“ Auf Spiegel online steht 2013 in einem Artikel: „EU-Lebensmittelbehörde wird Lobbyisten nicht los. Die EFSA sorgt für die Sicherheit von Lebens- mitteln: Sie kontrolliert Zusatzstoffe, Gen- Pflanzen und Verpackungen. Die Mehrheit der Wissenschaftler in der EU-Behörde hat aber enge Verbindungen zur Industrie, die sie eigentlich überwacht — obwohl sich das ändern sollte. Einer neuen Untersuchung zufolge haben 59 Prozent der Experten in den wissenschaftlichen Gremien direkte oder indirekte Verbindungen in genau jene Industriezweige, die von der Behörde reguliert werden sollen. Und das sind viele mäch- tige und gut ausgestattete Branchen: Die Aus- schüsse bewerten beispielsweise die Risiken von Zusatzstoffen in Lebensmitteln, von Giftstoffen in der Nahrungskette, Verpackungen, genetisch veränderten Organismen oder Pflanzenschutz- mitteln und deren Rückständen.“ Deutschlandfunk schreibt in einem Artikel am 13. Juli 2017 in Bezug auf die Aussagen der EFSA und Glyphosat: „Glyphosat-Gegner kritisieren Datenmanipu- lation. Wissenschaftler erheben schwere Vorwürfe: Die Glyphosat-Einstufung der EU- Institutionen als ‚nicht krebserregend‘ sei ‚in gravierender Weise falsch‘. Bei Studien sei die Datenlage ‚zugunsten‘ des Unkrautvernichters verändert worden. Es bestehe auch der Verdacht parteiischer Einflussnahme. ‚Unser Ziel ist, dass wir die Kommission dahin- gehend bewegen, dass sie sich tatsächlich die Daten noch mal genauer anguckt, und dann müssten sie eigentlich zu der Einsicht kommen, dass an den Vorschlägen von ECHA und EFSA irgendetwas faul ist.‘ Der Toxikologe Peter Clausing. Er hat gemeinsam mit dem Statistik-Experten Christopher Portier für das Pestizid Aktions Netzwerk (PAN) die wissenschaftliche Würdigung von Glyphosat durch die EU-Institutionen ECHA und EFSA intensiv gesichtet und kommt zu dem Ergebnis, dass deren Einstufung des Wirkstoffs als ’nicht krebserregend’ falsch sein dürfte. ‚Sie liegen falsch, weil sie ihre eigenen Regeln missachtet haben, weil sie existierende Dosis- abhängigkeit bei den Studien negieren, weil sie die Wiederholbarkeit der Befunde gleichen Typs bei verschiedenen Studien abstreiten, obwohl sie nachweisbar sind und weil sie sogenannte ‚his- torische Kontrollen‘, die sie in gravierend falscher Weise anwenden, ins Feld führen, um die exis- tierenden Befunde abzuschwächen und zu negieren.‘“. Dass es sich bei dieser Behörde schon lange nicht mehr, oder vielleicht noch nie, um eine Institution handelt, die die Sicherheit der europäischen Bevöl- kerung schützt, kann man ebenfalls an den Anwei- sungen rund um Lebensmittelkennzeichnung ab- lesen.

Die Details unserer Lebens-

mittelkennzeichnung

Die EFSA ist die Behörde, welche die EU Kommission beraten hat, welche Allergene und andere Zusatz- stoffe nun verpflichtend auf allen Lebensmitteln — verpackt und unverpackt — im gesamten europäi- schen Raum angegeben werden müssen. Wer sich diese Details genau anschaut erkennt: Die neue Lebensmittelkennzeichnungspflicht schützt nicht die allgemeine Gesundheit von Menschen sondern bewirkt ganz andere Sachen. Angeblich gefährliche Stoffe Seit Dezember 2014 müssen für alle Lebensmittel in Kitas, Schulen, Kantinen, Restaurants und Super- märkten nun folgende 14 Allergene angeben werden. 1. Glutenhaltige Getreide, namentlich Weizen (wie Dinkel und Khorasan-Weizen), Roggen, Gerste, Hafer oder deren Hybridstämme 2.Krebstiere wie Krebse, Garnelen, Krabben, Hummer etc. 2. Eier 3. Fisch 4. Erdnüsse 5. Soja 6. Milch (einschließlich Laktose) 7. Schalenfrüchte, namentlich Mandeln, Hasel- nüsse, Walnüsse, Cachunüsse, Pecannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse, Queenslandnüsse 8. Sellerie 9. Senf 10. Sesamsamen 11. Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 Milligramm pro Kilogramm oder Liter) 12. Süßlupinen 13. Weichtiere (zum Beispiel Schnecken, Muscheln, Tintenfisch et cetera) Wer sich diese Liste im Zusammenhang mit essen- ziellen Nährstoffen, Produktionsprozessen und Gesundheit genau anschaut, bemerkt Folgendes: Abgesehen von Schwefeldioxid und Sulfiten, ein Zusatzstoff zur Konservierung von Wein und Tro- ckenobst, sind alle hier aufgeführten und angeblich potenziell gefährlichen Nahrungsmittel ursprüng- licher und weit verbreiteter Herkunft. In unverar- beiteter oder handwerklich verarbeiteter Form haben Menschen diese Produkte seit Tausenden von Jahren konsumiert. All diese hier aufgeführten Lebensmittel sind ebenfalls besonders gute Lieferanten der für uns so wichtigen essenziellen Nährstoffe. Allergisch reagiert auf diese Lebensmittel nur circa 1 bis 4 Prozent der Bevölkerung, und zwar mit Symp- tomen in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Es handelt sich hier um Menschen, bei denen das eige- ne Immunsystem durcheinander gekommen ist und nun Substanzen bekämpft, die für uns Menschen eigentlich besonders wichtig sind. Ein kritischer Blick in die Nährstoffversorgung dieser Menschen würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen, dass sie hauptsächlich aufgrund von Fehl- und Mangelernäh- rung überhaupt erst Allergien entwickelt haben. Diese Liste schützt also nicht die breite Masse der Bevölkerung, sondern bewirkt ganz andere Dyna- miken. All diese Lebensmittel werden in der Öffent- lichkeit nun permanent als „potenziell gefährlich“ wahrgenommen. Das bewirkt eine allgemeine Verunsicherung. Die Folge ist mit hoher Wahrschein- lichkeit, dass Menschen viele dieser Produkte weniger konsumieren und somit ihre Gesundheit schwächen. Für Kleinbetriebe, Kantinen und auch Eltern gilt, dass zusätzlich zu einer ohnehin schon gravierenden Verwirrung in Sachen Ernährung nun auch noch ein hoher administrativer Aufwand entsteht. Für die Konzerne bedeutet diese Entwick- lung Folgendes: 1. Die Agro- und Lebensmittelindustrie steigert den Absatz ihrer Produkte und kann sich die oft teuren und aufwendigen Rohstoffe wie Senf, Nüsse, Samen, Schalentiere und Weichtiere einfach sparen und durch glutenfreien Weizen oder laktose-freies Magermilchpulver ersetzen. 2. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit führt diese Veränderung zu höheren Krankenständen, was wiederum den Absatz von Pharmaprodukten steigert. 3. Beide Entwicklungen bedeuten satte Gewinne für die jeweiligen Unternehmen und deren Kapitalgeber, also die Finanzindustrie und Großinvestoren. Süßlupine — ein spezieller Fall Besonders interessant ist die Süßlupine auf dieser Liste. Diese wieder aufkommende Hülsenfrucht ist für gleich mehrere Industriezweige gefährlich. Die Fakten: 1. Lupinen wurden traditionell überall in Europa angebaut und erlangen nun wieder verstärkt an Bedeutung unter ernährungsbewussten Menschen. 2. Lupinen sind ein hochprozentiger Eiweißliefe- rant und beinhalten alle für den menschlichen Organismus essenziellen Aminosäuren. Diese Hülsenfrucht eignet sich somit hervorragend als Fleischersatz und regionales Tierfutter. Ebenfalls liefern die Samen von Lupinen Vitamin E und wichtige Spurenelemente wie Kalium, Kalcium, Magnesium und Eisen. 3. Die Pflanze ist äußerst genügsam, verträgt Hitze wie Kälte gleichermaßen, braucht praktisch keinen Dünger und Pflanzenschutz und kann überall in Europa angebaut werden. Zusätzlich reichert sie den Boden mit Stickstoff an und verbessert somit die Bodenqualität für nach- kommendes Saatgut. Lupinen selbst müssen nicht oder wenig gedüngt werden. Das gilt auch für ihre Folgefrucht. 4. Wenn europäische Landwirte also wieder regio- nal Lupinen anbauen und die Bevölkerung diese essen, gefährdet das den Absatz, Umsatz und die Rendite folgender Industriezweige: die Massentierhaltung, die Produktion und den Verkauf von Pestiziden und Düngemitteln, die Produktion von Futtermitteln und den Vertrieb von Gensoja, Mais sowie Weizen, die globale Logistikbranche und alle weiteren und von die- sen Industrien abhängigen Wirtschaftszweige. Lupinen sind also wirklich gefährlich, allerdings nicht für die Gesundheit von Menschen. Hier liegt die Erklärung dafür, warum ein Produkt, welches die meisten Bürger bis vor wenigen Jahren überhaupt nicht mehr kannten, seit 2014 als eine der größten Lebensmittelgefahren in ganz Europa genannt wird. Angeblich ungefährliche Stoffe — Zusatzstoffe und mehr Man könnte ja nun argumentieren, dass auch 1 bis 4 Prozent der Menschen in Europa das Recht auf Schutz haben und somit potenziell gefährliche Substanzen gekennzeichnet werden müssen. Da stimme ich grundsätzlich zu. Wenn es aber wirklich um den Schutz von Menschen gehen würde und nicht um wirtschaftliche Interessen, dann würden wir ganz andere, und zwar verpflichtende Kenn- zeichnungen sowohl in Bezug auf die Anwesenheit als auch die genaue Menge von gesundheitsgefähr- denden Substanzen sehen. Das ist nicht der Fall. Für alle zubereiteten Speisen in Kitas und Schul- kantinen, Restaurants, Betriebskantinen, Kranken- häusern und Pflegeheimen gilt Folgendes: Gar nicht angezeigt werden müssen: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Rückstände von Pharmaprodukten und Hormo- nen aus der Massentierhaltung Genetisch veränderte Organismen innerhalb der zulässigen Mengenangaben Rückstände von Plastik, Schmierölen, Schwer- und Leichtmetallen etc. aus Produktionsprozessen und von Verpackungen Gehalt von Alkohol Angezeigt aber nur als Oberbegriff, ohne Differen- zierung der tatsächlich verwendeten Substanzen und ohne Mengenangaben müssen: Süßungsmittel“: Zusammengefasst werden hier natürliche und raffinierte Zuckerstoffe eben- so wie etliche unbedenkliche und bedenkliche Zuckeraustauschstoffe. mit Konservierungsstoff“ oder „konserviert“: Darunter fallen gesundheitlich unbedenkliche beziehungsweise förderliche Substanzen wie Vitamin C, Vitamin E oder Beta Carotin ebenso wie bedenkliche Substanzen mit entsprechen- den Warnhinweisen. Zu der zweiten Gruppe gehören Zusatzstoffe mit den Wortteilen Ben- zeot-, Sorbat-, Sorbin-, Sulfit, - Buthylhydro-. Geschmacksverstärker“: Hier werden synthe- tisches Glutamat, Chloridverbindungen oder andere chemische Substanzen ebenso wie natürliche und unbedenkliche Substanzen wie die Aminosäure L-Cystein zusammengefasst. mit Farbstoff“: Zusammengefasst sind hier natürliche Farbstoffe — dazu gehören Pflanzen- kohle, Paprikaextrakt, Lycopin, Lutein, Beeten- rot und etliche mehr — sowie chemische und gesundheitsgefährdende Stoffe. Namentlich sind das Aluminium oder E102, E119, E120, E122, E123, E124, E127, E129, E131, E132 und einige mehr; diese müssen nicht angezeigt werden. mit Antioxidationsmittel“: Zusammengefasst werden hier gesundheitlich unbedenkliche wie förderliche Substanzen – Vitamin C, Vitamin E, Beta Carotin oder Lecithine — aber auch Subs- tanzen mit bedenklichen Nebenwirkungen. Dazu gehören Butylhydroxytoluol (E321) alle Gallate und Sulfite. All diese Substanzen können aller- gische Reaktionen auslösen und es wird für Kleinkinder vor übermäßigem Verzehr gewarnt. Die Zusätze Nitrat, Nitrit, Phosphat und Schwe- fel müssen generell angezeigt werden allerdings ohne konkrete Mengenangaben. Wie absurd diese Informationspolitik vonseiten der EU ist, wird offensichtlich bei der Betrach- tung von folgenden Zahlen – die jährlichen Todesopfer in Großbritannien, einem Land mit 66 Millionen Bürgern: Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 160.000 (Haupt- risiko aus der Ernährung: hoher Salzkonsum und Phosphatzusätze) Alkoholtote: 7.700 Tote durch Lebensmittelallergien: 10 Fazit: Hoher Nutzen für Konzerne, wenig Gesund- heitsschutz für Bürger! In Bezug auf die EU-weite Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel halte ich fest: 1. Der Nutzen für die allgemeine Bevölkerung in Bezug auf die verpflichtenden Angaben über Allergene ist fragwürdig. 2. Substanzen, die gesundheitlich gefährlich, aber keine offiziellen Zusatzstoffe sind, müssen nicht deklariert werden. 3. Verpflichtende Angaben über teils sehr gefähr- liche Zusatzstoffe sind an vielen Stellen unspe- zifisch und für den Laien nicht verständlich. Gesundheitsgefährdende und ungefährliche Substanzen werden in einen Topf geschmissen und der Konsument kann ein persönliches Risiko unmöglich bestimmen. Dieses spezielle Sammelsurium von verpflichtenden Kennzeichnungen bedeutet also einen enormen Vorteil für etliche Industrien. Es erlaubt, günstige und wenig wertige Substanzen für die Herstellung unserer Nahrungsmittel zu produzieren und zu verarbeiten, ohne potenzielle Gefahren offenlegen zu müssen. Diese Kennzeichnungspflicht schafft keine Anreize, gesundheitsförderliche Produktionsprozesse oder natürliche und ungefährliche Zusatzstoffe zu ver- wenden. Das Nachsehen haben kleine Betriebe, die ökologisch und handwerklich hochwertige, aber teurere Lebensmittel produzieren. Die EFSA hat es geschafft, das Europäische Parla- ment zu instrumentalisieren, eine völlig irreführen- de und gesundheitsschädigende Informationspolitik für über 500 Millionen Menschen durchzusetzen. Das ist ein Garant für Wachstum und Ertragssteige- rung für die Konzerne auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung. Dass die einzelnen Nationen der EU bei so einer absurden Bevormundung nicht laut aufschreien und sich zur Wehr setzten, ist bemerkenswert. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass die wenigsten Men- schen heute die Zusammenhänge zwischen den Empfehlungen der Aufsichtsbehörden, dem allge- meinen schlechten Gesundheitszustand der Bevöl- kerung und den wirtschaftlichen Interessen von einigen wenigen, verstehen.

4. Die Weltgesundheits-

organisation (WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wiederum ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Natio- nen und zuständig für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Gegründet wurde die WHO am 7. April 1948 und sie hat ihren Sitz in Genf. Das ist unweit des Hauptsitzes der Schweizer Konzerne Nestlé, Roche und Novartis. Zu den Mitgliedsstaa- ten gehören 194 Länder weltweit. Also praktisch alle Länder der Welt. Einen besonderen Schwerpunkt hat die WHO auf Infektionskrankheiten gelegt sowie auf die Förde- rung der allgemeinen Gesundheit der Weltbevöl- kerung. Dass dieses Ziel, besonders in den letzten 40 Jahren, nicht erreicht wurde und immer weniger erreicht wird, ist offensichtlich. Dazu braucht man sich nur wieder die weltweiten Krankheitsstatis- tiken anzuschauen. Auch hier mag man sich fragen: Warum ist das so? Die Antwort ist wieder eine recht einfache und verknüpft mit in der Frage, wer die WHO finanziert? Ursprünglich wurde die WHO einmal ausschließlich von den Mitgliedstaaten finanziert. Das ist aber seit den 90ern nicht mehr der Fall. Mittlerweile werden nur noch 24 Prozent der Kosten der WHO verpflich- tend von seinen Mitgliedsstaaten gedeckt. Der Rest, also 76 Prozent, stammt von freiwilligen Beiträgen, Stiftungen, internationalen Organisationen, NGOs und dem privaten Sektor. Die WHO-Projekte werden teilweise als „Public Private Partnerships“ organisiert und somit zu großen Teilen aus der Wirtschaft finanziert. Zweitgrößter Geldgeber, nach den USA, ist nun Bill Gates, ehemaliger CEO und Gründer von Microsoft. Gates finanziert die WHO maßgeblich über seine Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Die zwei Hauptpro- jekte der WHO sind folgende: Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immu- nisierung (Global Alliance for Vaccination and Immunization Gavi), welche zu 75 Prozent (750 Millionen US-Dollar) von der Bill-und-Melinda- Gates-Stiftung finanziert wird. Also dem bis vor kurzem reichsten Mann der Welt, der sein Geld mittlerweile wesentlich mit Aktiengewinnen von Pharmaprodukten und Coca-Cola verdient. Hier findet sich die Antwort, warum wir gegen immer mehr Krankheiten impfen, aber nicht das Immun- system der Menschen mit gesunder Ernährung stärken sollen. Die Globale Allianz für verbesserte Ernährung (GAIN). Diese Initiative wurde 2003 gegründet mit dem angeblichen Ziel, Mangelernährung, vor allem in Entwicklungsländern, zu verhindern. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem künst- liche Vitamine und Mineralstoffe in Grundnah- rungsmittel gemischt werden und „optimiertes“ und genetisch verändertes Saatgut verstärkt angebaut wird. Die Geldgeber sind wieder die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sowie eine Reihe von Regierungen und NGOs, die wiederum von der Agrochemie, der Lebensmittel- und der Pharmaindustrie finanziert werden. In dieser Struktur der Finanzierung liegt die Antwort verborgen, warum Nestlé angereicherte Maggi- würfel und Zuckerprodukte in Afrika und Asien als gesunde Lebensmittel verkaufen darf, statt dass die WHO anweist, der regionalen Bevöl- kerung zu erklären, wie man biologische Land- wirtschaft betreibt, sich von Wildkräutern aus der Region mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt und die eigene Darmflora stärkt. Ein weiteres Beispiel: Untersuchung europäischer Kinder Eine weitere und wieder fragwürdige Initiative der WHO ist zum Beispiel die European Childhood Sur- vellance Innitative (COSI). In ganz Europa werden in 36 Ländern seit 2007/08 regelmäßig Daten über die körperliche Verfassung und Entwicklung von Grund- schulkindern erhoben. Bereits 250.000 Kinder wur- den untersucht. Auch wir haben für unseren Sohn im Oktober 2018 einen Fragebogen für diese Studie erhalten. Und genauso wie bei den bereits erwähnten und groß angelegten Studien — GRETA, DINO, KIGS WELLE 2 — erhält man viele Fragen. Eingeholt werden Infor- mationen bezüglich Geburtsgewicht und Größe des Kindes, Stillverhalten der Mutter, Schulweg, sport- licher Betätigung und ein paar oberflächliche Anga- ben bezüglich Essverhalten: Werden Obst und Gemüse, Fisch-, Fleisch- und Milchprodukte, Eier- speisen, pikante Snacks und zuckerhaltige Erfri- schungsgetränke konsumiert und geht das Kind regelmäßig in Fast-Foodrestaurants essen? Wie ist das generelle Befinden des Kindes? Hat es Freunde und ist es unter- oder übergewichtig, wird ebenfalls abgefragt. Hinzu kommen ein paar Abfragen bezüg- lich des Bildungsgrades der Eltern und chronischer Krankheitsbelastungen in der Familie. Hingegen nicht abgefragt oder gemessen werden folgende Aspekte: Wie ist die konkrete Versorgung mit allen essen- ziellen Nährstoffen? Wie viel und unter welchen Konditionen darf ein Kind in der Mittagssonne spielen? Wie ist der Vitamin-D-Wert des Kindes? Wie ist die Qualität der verabreichten Lebens- mittel? Werden sie biologisch produziert oder nicht? Besteht eine mögliche Belastung des Stoffwech- sels durch verabreichte Medikamente oder andere Schadstoffe? Folgendes wird offensichtlich: Auch mit dieser Studie und einer derart oberflächlichen Datenerhebung wird es unmöglich sein, klare Handlungsoptionen zu definieren, welche es erlauben, den Gesundheits- zustand unserer Kinder zu verbessern. Man mag sich fragen: Ist genau das das Ziel? Man bedenke: Auch über die WHO gibt es immer wieder Schlagzeilen mit Korruptionsvorwürfen. Offensichtliche Interessenkonflikte und Verflech- tungen von führenden Angestellten mit etlichen Pharma- und Lebensmittelkonzernen werden regelmäßig in der Presse kritisiert. Verdächtig ist auch wieder die Tatsache, dass, je mehr sich die WHO in die globalen Belange ihrer Mitgliedsstaaten eingemischt hat, die Weltbevölkerung kränker und nicht gesünder geworden ist. Im gleichen Zeitraum sind dafür die Gewinne der Konzerne, deren Pro- dukte nun auch die WHO fördert, deutlich gestiegen. Weiterhin lässt sich Folgendes herleiten: Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass die meisten der weltweit mächtigsten Konzerne der Lebensmittel- und Phar- maindustrie entweder aus den USA stammen, und somit zum größten Geldgeber der WHO gehören, oder sie ihren Hauptsitz in einem der kleinsten Länder der Welt haben, der Schweiz, und ihre glo- balen Geschäfte aus unmittelbarer Nähe dieser Weltorganisation steuern. Zur Verteidigung der WHO muss man allerdings sagen: Mit Sicherheit gibt es viele Menschen bei dieser Organisation, denen das Wohl der Mensch- heit wirklich am Herzen liegt. Aber auch all diesen Menschen wird es nicht erlaubt sein, wirklich klare Ansagen und Empfehlungen zu verbreiten. Die Empfehlungen wären einfach und wirksam: Esst nur natürliche und biologisch produzierte Lebensmittel, stellt sicher, dass diese Lebensmittel das ganze Spektrum an notwendigen Nährstoffen abdecken, hütet euch vor Giftstoffen, treibt mäßig Sport, geht an die Sonne und vermeidet zu viel Stress. Das Ganze könnte man mit ein paar übersichtlichen Essensplänen unterlegen, was ohne Problem auf fünf DIN-A4-Seiten passen würde. Genauso viel Platz brauchen die Grundregeln, die ich im letzten Kapitel für uns selbst zusammengestellt habe. Wenn aber die WHO diese Anweisungen klar und deutlich verbreiten würde, wäre das für die Indus- trien, welche die WHO nun maßgeblich direkt oder indirekt finanzieren, ein finanzielles Desaster. Ebenso wäre dann offensichtlich, dass es für diese ver- gleichsweise einfachen Regeln einer gesunden Lebensführung gewiss nicht derart viele Behörden, Institute und Stiftungen braucht. Die WHO, ebenso wie etliche weitere Ernährungs- und Gesundheits- behörden, müssten dann erklären, warum wir diese Institutionen mit unseren Steuergeldern finanzieren.

Fazit: Ein weltweites

Drama

Die Bevölkerung sollte davon ausgehen, dass es besonders in der westlichen Welt keine einzige Regierung oder Behörde, kein Ministerium und keine Vereinigung von Staaten, keine globalen Ver- bände, keine größeren Forschungseinrichtungen oder große Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gibt, die heute nicht von Zahlungen aus der Wirt- schaft abhängig sind. Ebenfalls gilt: Die obersten Entscheider von all diesen gesellschaftlichen Steuerungsorganen sind genau die Personen, welche die Abhängigkeit von der Wirtschaft überhaupt erst etabliert haben. Diese Verflechtung und Abhängigkeit bedeutet, dass immer mehr Rahmenbedingungen geschaffen und weiterentwickelt werden müssen, die das Wach- stum der Konzernwelt unterstützen. Dieser Drang nach Wachstum aber steht im Widerspruch zu ge- sunder Nahrung und einer intakten Ökologie und somit auch zur Gesundheit von Menschen. Und aufgrund dieser Verflechtung und Abhängig- keit bekommen wir von keinem dieser Staaten und keiner dieser Organisationen die wirklich relevanten Informationen, die wir für den Erhalt unsere Ge- sundheit brauchen. Und aus dem gleichen Grund bewegt sich die Zunahme von Zivilisationskrank- heiten im Gleichschritt in fast allen Ländern der Welt.

Quellen und

Anmerkungen:

Auszug aus dem Buch „Deutschlands kranke Kinder. Wie auf Anweisung der Regierung Kitas und Schulen die Gesundheit unserer Kinder schädigen“, tredi- tion, 2019, Seite 374 bis 397. Alle Angaben zu Quellen und weiterführenden Informationen finden sich auf den Seiten. Hintergründe und mehr: https://deutschlandskrankekinder.de/ Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt Futureway diesen Text in der Zweitverwertung und weist freundlich darauf hin, dass freie Medien wie Rubikon auf Spenden angewiesen sind.
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Ein Feld von Lupinen. Von Shhewitt - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikipedia
Das Buch ist eine Pflichtlektüre für alle verantwortungsvollen Eltern