Wechsel in der Produktion von Strom

Eine Vielzahl an grünen Stromerzeugern stehen uns bereits heute zur Verfügung - weit über

die bekannte Photovoltaik und Windkraft hinaus.

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Uns stehen folgende Möglichkeiten der emissionsfreien Energieerzeugung zur Verfügung: Photovoltaik (Lokal und dezentral in Industrieparks) Zur Energiewandlung wird der photoelektrische Effekt von Solarzellen ge- nutzt, die ihrerseits wiederum zu so genannten Solarmodulen verbunden werden. Die erzeugte Elektrizität kann direkt genutzt, in Stromnetze einge- speist oder in Akkumulatoren gespeichert werden. Solarthermie (Lokal und dezentral in Industrieanlagen) Unter Solarthermie versteht man die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie. Das Kraftwerk Ouarzazate (Noor) ist das der- zeit größte Solarthermie Kraftwerk mit über 500 Megawatt. Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge ist mehr als zehntausend- mal größer als der Energiebedarf der Menschheit, das Potenzial der Solar- energie ist größer als das aller anderen erneuerbaren Energien zusammen Mikro-Windturbinen können ohne Zugang zu zentralen Netzen sauberen Strom in verschiedenen Standorten, von städtischen Zentren bis hin zu länd- lichen Gebieten produzieren. Onshore-Windturbinen erzeugen Strom im Versorgungsmaßstab, vergleich- bar mit Kraftwerken. Sie ersetzen fossile Brennstoffe durch emissionsfreie Elektrizität. Offshore Windturbinen nutzen den beständigeren Wind über dem Meer, um Strom im Versorgungsmaßstab ohne Emissionen zu erzeugen. Geothermische Energie benutzt unterirdische Reservoirs mit dampfend heißem Wasser. Sie kann über Rohrleitungen an die Oberfläche geleitet wer- den, um Turbinen anzutreiben, die Elektrizität ohne Umweltverschmutzung produzieren. Bei Geothermie Erdsonden werden vertikale Löcher von 50 bis 150 Metern Tiefe in das Erdreich gebohrt. In diese Löcher werden dann Rohre verlegt (geschlossener Kreislauf mit Vor- und Rücklauf), welche die Erdwärme, mit- tels einer Wärmeträgerflüssigkeit (Wasser mit Frostschutzmittel) von der Tiefe nach oben transportiert. In der Regel beträgt die gewonnene Wärme- energie eine Temperatur von ca. 12 bis 13° Celsius. Mittels einer Wärmepum- pe wird die Wassertemperatur noch weiter angehoben, damit sie für die Raumheizung und Warmwassererwärmung nutzbar gemacht werden kann. Damit diese Art der Erdwärmenutzung auch ökonomisch sinnvoll betrieben werden kann, ist eine Niedertemperaturheizung, wie z.B. Boden-, Wand- oder Deckenheizung. Weitere vergleichbare Formen sind Flächenkollek- toren (Erdregister) oder Erdwärmekörbe. Bei Flächenkollektoren werden in einer Tiefe von ca. 1,5 bis 2 Metern die Rohre horizontal verlegt. Auch hierbei sind die Rohre mit einer Wärmeträgerflüssigkeit ausgestattet, welche die Erdwärme an die Wärmepumpe weitergibt. Flächenkollektoren. Die Erdwärmekörbe sind spiralförmig eingebaute PE-Rohr-Schleifen mit einem Durchmesser von etwa 1,5 bis 2,5 Meter und einer Korbhöhe von bis zu 3 Metern. Kleinwasserkraftsysteme fangen die Energie des frei fließenden Wassers ein, ohne einen Damm zu benutzen. Sie können verschmutzte Dieselgene- ratoren ersetzen durch saubere Stromerzeugung. Meeresströmungskraftwerke, Wellen- und Gezeitenkraftsysteme können ohne Umweltverschmutzung die natürlichen Meeresströmungen als kon- stanteste Dynamik auf der Erde zur Stromerzeugung nutzen. Der Rohstoff Biomasse kann fossile Brennstoffe zur Wärme- und Stromer- zeugung ersetzen. Nur mehrjährige Biomasse ist ratsam und bietet eine "Brückenlösung" zur sauberen, erneuerbaren Produktion. Deponien erzeugen Methan, wenn sich organische Abfälle zersetzen. An- statt als Emissionen freigesetzt zu werden, kann dieses Methan aufgefan- gen und zur Stromerzeugung genutzt werden. Energiegewinnung in Kläranlagen, der im Vor- und Nachklärbecken anfal- lende Klärschlamm wird im Faulturm unter Luftabschluss bei 35°C – 40°C bis zu 25 Tage erhitzt und ausgefault. Der Schlamm wird dabei durch anaerobe Bakterien zu Faulgas, Wasser und Faulschlamm abgebaut. Das entstehende Gasgemisch besteht zu etwa 70 Prozent aus Methan und zu 30 Prozent aus Kohlendioxid. In der Gas-Reinigungsanlage wird das Methan von Verunrei- nigungen, wie Schwefelwasserstoff, befreit. Dies erfolgt durch chemische Reaktionen zwischen Gas und Reinigungslösung. Das Biogas kann zur Energiegewinnung im Gasspeicher zwischengespeichert werden. Anschlie- ßend wird es einem Blockheizkraftwerk zugeführt oder in öffentliche Gasnetze eingeleitet. Gärrückstände bilden einen nährstoffreichen Dünger.
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Uns stehen folgende Möglichkeiten der emissions- freien Energieerzeugung zur Verfügung: Photovoltaik (Lokal und dezentral in Industrieparks) Zur Energiewandlung wird der photoelektrische Effekt von Solarzellen genutzt, die ihrerseits wiederum zu so genannten Solarmodulen ver- bunden werden. Die erzeugte Elektrizität kann direkt genutzt, in Stromnetze eingespeist oder in Akkumulatoren gespeichert werden. Solarthermie (Lokal und dezentral in Industrieanlagen) Unter Solarthermie versteht man die Umwand- lung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie. Das Kraftwerk Ouarzazate (Noor) ist das derzeit größte Solarthermie Kraftwerk mit über 500 Megawatt. Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energie-menge ist mehr als zehntausendmal größer als der Energiebedarf der Menschheit, das Potenzial der Solar-energie ist größer als das aller anderen erneuerbaren Energien zusammen Mikro-Windturbinen können ohne Zugang zu zentralen Netzen sauberen Strom in verschiede- nen Standorten, von städtischen Zentren bis hin zu ländlichen Gebieten produzieren. Onshore-Windturbinen erzeugen Strom im Versorgungsmaßstab, vergleichbar mit Kraft- werken. Sie ersetzen fossile Brennstoffe durch emissionsfreie Elektrizität. Offshore Windturbinen nutzen den beständige- ren Wind über dem Meer, um Strom im Versor- gungsmaßstab ohne Emissionen zu erzeugen. Geothermische Energie benutzt unterirdische Reservoirs mit dampfend heißem Wasser. Sie kann über Rohrleitungen an die Oberfläche geleitet werden, um Turbinen anzutreiben, die Elektrizität ohne Umweltverschmutzung produzieren. Bei Geothermie Erdsonden werden vertikale Löcher von 50 bis 150 Metern Tiefe in das Erdreich gebohrt. In diese Löcher werden dann Rohre verlegt (geschlossener Kreislauf mit Vor- und Rücklauf), welche die Erdwärme, mittels einer Wärmeträgerflüssigkeit (Wasser mit Frostschutzmittel) von der Tiefe nach oben transportiert. In der Regel beträgt die gewon- nene Wärmeenergie eine Temperatur von ca. 12 bis 13° Celsius. Mittels einer Wärmepum-pe wird die Wasser-temperatur noch weiter angehoben, damit sie für die Raumheizung und Warmwas- sererwärmung nutzbar gemacht werden kann. Damit diese Art der Erdwärmenutzung auch ökonomisch sinnvoll betrieben werden kann, ist eine Niedertemperaturheizung, wie z.B. Boden-, Wand- oder Deckenheizung. Weitere vergleich- bare Formen sind Flächenkollektoren (Erdregis- ter) oder Erdwärmekörbe. Bei Flächenkollek- toren werden in einer Tiefe von ca. 1,5 bis 2 Metern die Rohre horizontal verlegt. Auch hier- bei sind die Rohre mit einer Wärmeträgerflüssig- keit ausgestattet, welche die Erdwärme an die Wärmepumpe weitergibt. Flächenkollektoren. Die Erdwärmekörbe sind spiralförmig einge- baute PE-Rohr-Schleifen mit einem Durchmesser von etwa 1,5 bis 2,5 Meter und einer Korbhöhe von bis zu 3 Metern. Kleinwasserkraftsysteme fangen die Energie des frei fließenden Wassers ein, ohne einen Damm zu benutzen. Sie können verschmutzte Dieselgeneratoren ersetzen durch saubere Stromerzeugung. Meeresströmungskraftwerke, Wellen- und Gezeitenkraftsysteme können ohne Umwelt- verschmutzung die natürlichen Meeresströ- mungen als konstanteste Dynamik auf der Erde zur Stromerzeu-gung nutzen. Der Rohstoff Biomasse kann fossile Brenn- stoffe zur Wärme- und Stromerzeugung erset- zen. Nur mehrjährige Biomasse ist ratsam und bietet eine "Brückenlösung" zur sauberen, erneuerbaren Produktion. Deponien erzeugen Methan, wenn sich organi- sche Abfälle zersetzen. An-statt als Emissionen freigesetzt zu werden, kann dieses Methan aufgefangen und zur Stromerzeugung genutzt werden. Energiegewinnung in Kläranlagen, der im Vor- und Nachklärbecken anfallende Klärschlamm wird im Faulturm unter Luftabschluss bei 35°C – 40°C bis zu 25 Tage erhitzt und ausgefault. Der Schlamm wird dabei durch anaerobe Bakterien zu Faulgas, Wasser und Faulschlamm abgebaut. Das entstehende Gasgemisch besteht zu etwa 70 Prozent aus Methan und zu 30 Prozent aus Kohlendioxid. In der Gas-Reinigungsanlage wird das Methan von Verunreinigungen, wie Schwe- felwasserstoff, befreit. Dies erfolgt durch chemi- sche Reak-tionen zwischen Gas und Reinigungs- lösung. Das Biogas kann zur Energiegewinnung im Gasspeicher zwischengespeichert werden. Anschließend wird es einem Blockheizkraftwerk zugeführt oder in öffentliche Gasnetze eingelei- tet. Gärrückstände bilden einen nährstoffrei- chen Dünger.
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