Wasser

Durch unzureichenden Zugang und Qualität wird Wasser zum Machtinstrument

und ein Schlüssel internationaler und regionaler Stabilität.

Wasser

1. Süßwasser

2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser. 4,2 Milliarden Menschen, also mehr als 55 Prozent der Weltbevölkerung, haben außerdem keinen Zugang zu sauberen Sanitäranlagen. Rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser. Betroffen sind vor allem Menschen oder Familien in den ärmeren Regionen der Welt – und dort vor allem in den ländlichen Gebieten. Der weltweite Wasserverbrauch ist nach UN-Angaben heute sechs Mal so hoch wie noch vor 100 Jahren. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum und veränderte Konsumgewohnheiten führen dazu, dass der Wasserverbrauch weiter jedes Jahr um etwa ein Prozent steigt. In ihrem Bericht weisen die UN-Experten darauf hin, bis zu 90 Prozent aller Abwässer weltweit unbehandelt abgelassen werden und Umwelt und Trinkwasservorräte belasten. Der Klimawandel verschärfe diese ohnehin schon prekäre Lage drastisch, weil er zu weniger Wasser und schlechterer Wasserqualität führt. Insbesondere der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist für Milliarden Menschen weltweit gefährdet, wie die Vereinten Nationen (UN) in ihrem neuen Weltwasserbericht deutlich machen. Dabei sind mehr als zwei Drittel der Erde von Wasser bedeckt, aber nur 2 bis 3 Prozent davon sind Süßwasser und nur 0,3 Prozent davon trinkbar. Der über- wiegende Teil der 3 % davon entfällt auf das Polkappen-Eis, das nicht zur freien Verfügung steht. Trinkwasser ist sehr ungleich verteilt. Besonders in Afrika, Lateinamerika und Asien herrscht vielerorts dramatische Wasserknappheit. Schätzungsweise 3,6 Milliarden Menschen leben heute in Gebieten, die mindes- tens einen Monat pro Jahr extrem wasserarm sind. Die Menschheit wächst nach UN-Prognosen von derzeit rund 7 Mrd. auf 8,9 Mrd. im Jahre 2050. Sie alle müs- sen mit Trinkwasser versorgt werden. Noch immer gehören der Mangel an sauberem Wasser und Hygiene zu den häu- figsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Jeden Tag sterben mehr als 800 Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie etwa Durchfall, die durch ver- unreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene hervorgerufen wurden. Im 20. Jahrhundert wurden Kriege um Erdöl geführt, im 21. Jahrhundert werden uns Kriege ums Wasser drohen. Die Wasserknappheit machen sich multinationale Konzerne wie Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi zu nutze. Sie beherrschen die globalen Trinkwassermärkte, angefangen bei der Produktion der nötigen Anlagen für die Wasserproduktion über Abfüllanlagen für Flaschenwasser bis hin zu privaten Wasserversorgern und Großhändlern. Weltweit werden jährlich mehr als 200 Milliarden Liter Wasser von den Konzer- nen in Flaschen abgefüllt. Auch Anbieter von Finanzprodukten mit Spezialfonds für Wasser machen das Thema Wasser zu einem unanständigen Geschäft. Sie ermöglichen Anlegern, von der immer weiter steigenden Nachfrage nach hochwertigem Trink- und Prozesswasser zu profitieren. Inzwischen ist Wasser in Plastikflaschen genauso teuer wie Limonade. Das führt dazu, dass Wasser von einem Menschenrecht zu einem Handelsgut geworden ist. Der Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. Nestlé hat 73 Wassermarken und erwarb in Algerien und Pakistan Wassernutzungsrechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen verkauft, während die Bevölkerung vom Zugang abgeschnitten wird. Vier multinationale Konzerne dominieren das Wassergeschäft. Nestlé (z. B. Vittel, Pure Life) und Danone (z. B. Evian) betreiben ihre Geschäfte in Europa, USA, Asien und Lateinamerika. Coca-Cola (z. B.Apollinaris, Dasani, Vitamin Water) und Pepsi (z. B. Aquafina) besitzen besonders in den USA und Afrika hohe Marktanteile und bemühen sich, auf den internationalen Märkten zu Nestlé und Danone aufzuschließen. Regierungen müssen handeln und das Menschenrecht auf Wasser durchsetzen. Die meisten Menschen können sich kein Wasser kaufen. Der Klimawandel wird in vielen Regionen der Welt bestehende Wasserknappheit verschärfen, die Wasserqualität beeinträchtigen oder die Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hochwasserereignissen und Dürreperioden erhöhen. Die Vulnerabilität der Entwicklungsländer gegenüber der Wasserknappheit und der den Auswirkungen des Klimawandels ist besonders hoch, weil die Klima- effekte in vielen Entwicklungsländern besonders stark ausgeprägt sein werden und die notwendigen institutionellen und finanziellen Ressourcen für die Anpassung nicht zur Verfügung stehen. Diese Veränderungen im Wasserhaushalt haben daher Auswirkungen auf soziale und ökonomische Entwicklungen und können zu starken Konflikten zwischen verschiedenen Wassernutzern führen. Weitere Faktoren für den Wassernotstand sind Bevölkerungswachstum und die steigende Urbanisierung sowie die wachsende globale Mittelschicht mit steigen- den Ansprüchen. So steigt der Konsum von Fleisch und Milchprodukten und der Verbrauch von Nahrungsmitteln. Das führt zu einem steigenden Flächenbedarf mit entsprechend hohem Wasserbedarf für die industrielle Landwirtschaft in Entwicklungsländern. (UNESCO 2015). Der größte Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft die weltweit etwa 70 Prozent des genutzten Frischwassers ver- braucht. Besonders viel Wasser wird für die Produktion von Fleisch aufgewandt. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch in Mastbetrieben werden 15.500 Liter Wasser (in Lebensmittel enthaltenes Wasser) verbraucht. Für ein Kilogramm Schweinefleisch werden 4.800 Liter Wasser benötigt und für ein Kilogramm Hühnerfleisch 3.900 Liter. In der ökologischen Landwirtschaft ist die Fleischproduktion allein wegen der überwiegend geschlossenen Rohstoffkreis- läufe deutlich wasserschonender. Rund die Hälfte des deutschen Wasserbedarfs wird über Produkte importiert. Damit importiert Deutschland, obwohl es in einer wasserreichen Region der Erde liegt, jedes Jahr 79,5 Milliarden Kubikmeter Wasser ein. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5.288 Litern, das entspricht etwa 25 Badewannenfüllungen. Weniger als zehn Prozent der Wassermenge weltweit werden von Privathaus- halten und Betrieben im kommunalen Bereich genutzt. (UNESCO 2015) Wasserkrisen wurden 2016 vom Weltwirtschaftsforum als eines der größten Risiken für Menschen und Wirtschaft weltweit eingestuft (WeF 2016). Die Aus- wirkungen des Klimawandels werden diese Situation in Zukunft noch um ein Vielfaches verschärfen. Wissenschaftler/innen warnen seit Jahren davor, dass ein ungebremster Klimawandel die Welt ins Chaos führen wird. Eines die betrof- fenen Gebiete ist der Nahe Osten.

2. Wasser als Machtinstrument

Hier zeigt sich, dass neben Wasserknappheit auch die Kontrolle über die Wasser- ressourcen als Machtinstrument dient und schwelende Konflikte anheizt. Dies lässt sich beispielsweise in Israel und Palästina beobachten. Der Zugang zu den Wasserressourcen ist extrem ungleich verteilt. In Teilen der Westbank verbrau- chen israelische Siedler 20 Mal mehr Wasser als die palästinensischen Gemein- den in ihrer Nachbarschaft, die mit 20 Litern pro Tag und Person überleben müssen. Israel zerstört auch systematisch Zisternen und Regenauffangbehälter in palästinensischen Gebieten. Durch den Wassermangel ist die Bevölkerung gezwungen Wasser teuer zu kaufen und kann kaum noch Landwirtschaft betrei- ben (UN 2012 | Amnesty International). Die Türkei verfolgt wasserpolitische Interessen und nutzt ihr Wasser als strate- gische Ressource, um an politischen Einfluss in der Region des Mittleren Osten zu gewinnen. Sie ist im Besitz zahlreicher Seen und Flüsse und ist das wasser- reichste Land im Mittleren Osten. Die beiden Flüsse Euphrat und Tigris gehören hierbei zu den wasserreichsten und somit zu den bedeutendsten Flüssen der Region, deren Ursprungsquellen in den Bergen Südostanatoliens liegen und 28 % des Oberflächenwassers der Türkei ausmachen. Die Länder Irak und Syrien sind von dem Oberflächenwasser aus Euphrat und Tigris im besonderen Maße abhän- gig, da nahezu die gesamte Landwirtschaft und somit auch die Bevölkerung von diesem Wasser abhängig ist. Seit der türkischen Invasion im Oktober 2019 schei- det die Türkei die syrische Bevölkerung von einer ausreichenden Wasserversor- gung ab. Zugang und Kontrolle über Wasserressourcen spielt weltweit in vielen gewalt- samen Konflikten eine wachsende Rolle. Seit den 1990er Jahren hat die Zahl der Konflikte, in denen unterschiedliche Akteure um die Nutzung des verfügbaren Wassers konkurrieren, deutlich gestiegen.

3. Wassermanagement dringend

benötigt

Um diesen Bedrohungen zu begegnen, schlägt der Weltwasserbericht UNESCO zwei sich ergänzende Strategien vor: Einerseits die Anpassung der Wassernutzung an den Klimawandel, andererseits Klimaschutz durch nachhaltiges Wassermanagement. Anpassung der Wassernutzung kann Schäden infolge des Klimawandels mildern. Möglichkeiten der Anpassung bestehen in allen Sektoren, die Wasser nutzen. Auch innovative Technologien werden noch zu selten eingesetzt. Ebenso ist Klimaschutz durch die Reduzierung von Treibhausgasen in allen wassernutzen- den Bereichen möglich, wird allerdings bisher meist übersehen. Unnötigen Wasserverbrauch und Wasserverluste zu senken, führt bereits zu geringerem Energieverbrauch und damit zu weniger Emissionen. Die verbesserte Aufbereitung von Abwasser bietet weitere Chancen für den Klimaschutz, da unbehandeltes Abwasser eine wesentliche Quelle von Treib- hausgasen ist. Die Abwasseraufbereitung selbst trägt mit 3 bis 7 Prozent zu den weltweiten Treibhausgas-Emissionen bei, durch die Energie für die entsprechen- den Anlagen und durch biochemische Prozesse. Energie-Einsparungen sind hier unbedingt nötig. Zugleich ist die Nutzung der Abwasseraufbereitung als Ener- giequelle möglich. In wasserarmen Regionen von Jordanien, Mexiko oder Peru wird diese Form der Energiegewinnung bereits heute genutzt. So werden tau- sende Tonnen von CO 2 eingespart und Energie wird zudem günstiger. Großes Potenzial bieten Wasserwiederverwendung und -aufbereitung. Brauch- wasser ist für zahlreiche Nutzungsformen eine zuverlässige Alternative, weil Trink- wasserqualität für Landwirtschaft und Industrie häufig gar nicht notwendig ist. Auch die Renaturierung und der Erhalt von Feuchtgebieten sind wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Sie sind die Land-Ökosysteme mit den größten gebundenen Kohlenstoffbeständen und speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie Wälder. Positive Nebeneffekte sind zudem Hochwasserschutz, Minderung der Auswir- kungen von Dürren, Wasserreinigung und Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Autoren des Weltwasserberichts kritisieren, dass Wassermanagement, Wasserverfügbarkeit und Sanitärversorgung unterfinanziert sind. Sie rufen dazu auf, Wasser- und Klimaschutz so miteinander zu verbinden, dass Investitionen in wasserbezogene Bereiche für Investoren attraktiv werden. Die Anpassung der Wassernutzung an den Klimawandel und nachhaltiges Wassermanagement zum Klimaschutz integriert anzugehen, schafft Win-Win- Situationen und trägt zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 bei, so die Schlussfolgerung der Autoren des Weltwasserberichts. Politische Regeln und nachhaltiges Wassermanagement kann dem Klimawandel positiv entgegenwirken. Abwasseraufbereitung kann Treibhausgase reduzieren und zur Energiegewinnung genutzt werden. Wasser effizienter zu nutzen und Verschwendung zu vermeiden und die Landwirtschaft an die Doppelherausfor- derung Wasser- und Klimakrise anzupassen sind überlebenswichtige Maßnahmen.
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Grundlagen zur

Klimakrise

Abbildung: Indigene junge Mädchen tragen frisches Wasser in Bamako, Mali
Abbildung: Die Nutzung der Abwasserauf- bereitung ist als Energiequelle möglich.
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In der Meatu Regione von Simiyu, Tanzania (Afrika) wird Wasser oft über Löcher, die in trockene Flussbetten gegraben werden, gewonnen. Diese Aufgabe wird meist durch Mädchen übernommen, weswegen sie keine Schulbildung erhalten. Quelle: Lack of safe water and sanitation in schools affects children’s learning – and their lives, Unicef, Foto von Bob Metcalf - ,Wikipedia, Gemeinfrei, Wikimedia
Quelle: PBL Netherlands Environmental Assessment Agency (2014, fig. 2.6, p. 21). Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0), UNESCO, „UN-Weltwasserbericht 2020: Wasser und Klimawandel“
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Abbildung: Deutschlands Wasser-Fußabdruck, Quelle: WWF, Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands
Der IS und die Dämme an Euphrat und Tigris  Verbreitungsgebiet des IS bsw. Gebiete unter IS-Kontrolle Türkei Syrien Iran Irak Jordanien Saudi-Arabien Tishrin-Damm Baath-Damm Assad-See Euphrat-Damm Haditha-Damm Tharthar-See Mosul-Damm Falluja-Damm Ramadi-Damm Anbar Karbala Najaf Babel Qadisiya Euphrat Tigris Samarra Samarra-Damm Aleppo Tabqa Raqqa Mosul Deir ez-Zor Homs Damaskus Haditha Ramadi Falluja Bagdad Kirkuk Habbaniya-See Tikrit
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1. Süßwasser

2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser. 4,2 Milliarden Menschen, also mehr als 55 Prozent der Weltbevölkerung, haben außerdem keinen Zugang zu sauberen Sanitäranlagen. Rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser. Betroffen sind vor allem Menschen oder Familien in den ärme- ren Regionen der Welt – und dort vor allem in den ländlichen Gebieten. Der weltweite Wasserverbrauch ist nach UN-Anga- ben heute sechs Mal so hoch wie noch vor 100 Jahren. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachs- tum und veränderte Konsumgewohnheiten führen dazu, dass der Wasserverbrauch weiter jedes Jahr um etwa ein Prozent steigt. In ihrem Bericht weisen die UN-Experten darauf hin, bis zu 90 Prozent aller Abwässer weltweit unbehan- delt abgelassen werden und Umwelt und Trinkwas- servorräte belasten. Der Klimawandel verschärfe diese ohnehin schon prekäre Lage drastisch, weil er zu weniger Wasser und schlechterer Wasserqualität führt. Insbeson- dere der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist für Milliarden Menschen weltweit gefährdet, wie die Vereinten Nationen (UN) in ihrem neuen Weltwas- serbericht deutlich machen. Dabei sind mehr als zwei Drittel der Erde von Wasser bedeckt, aber nur 2 bis 3 Prozent davon sind Süßwasser und nur 0,3 Prozent davon trinkbar. Der überwiegende Teil der 3 % davon entfällt auf das Polkappen-Eis, das nicht zur freien Verfügung steht. Trinkwasser ist sehr ungleich verteilt. Besonders in Afrika, Lateinamerika und Asien herrscht vielerorts dramatische Wasserknappheit. Schätzungsweise 3,6 Milliarden Menschen leben heute in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr extrem was- serarm sind. Die Menschheit wächst nach UN-Prog- nosen von derzeit rund 7 Mrd. auf 8,9 Mrd. im Jahre 2050. Sie alle müssen mit Trinkwasser versorgt werden. Noch immer gehören der Mangel an sauberem Wasser und Hygiene zu den häufigsten Todesursa- chen bei Kindern unter fünf Jahren. Jeden Tag ster- ben mehr als 800 Kinder an vermeidbaren Krank- heiten wie etwa Durchfall, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene hervorgerufen wurden. Im 20. Jahrhundert wurden Kriege um Erdöl ge- führt, im 21. Jahrhundert werden uns Kriege ums Wasser drohen. Die Wasserknappheit machen sich multinationale Konzerne wie Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi zu nutze. Sie beherrschen die globalen Trinkwasser- märkte, angefangen bei der Produktion der nötigen Anlagen für die Wasserproduktion über Abfüllanla- gen für Flaschenwasser bis hin zu privaten Wasser- versorgern und Großhändlern. Weltweit werden jährlich mehr als 200 Milliarden Liter Wasser von den Konzernen in Flaschen abgefüllt. Auch Anbieter von Finanzprodukten mit Spezial- fonds für Wasser machen das Thema Wasser zu einem unanständigen Geschäft. Sie ermöglichen Anlegern, von der immer weiter steigenden Nach- frage nach hochwertigem Trink- und Prozesswasser zu profitieren. Inzwischen ist Wasser in Plastikflaschen genauso teuer wie Limonade. Das führt dazu, dass Wasser von einem Menschen- recht zu einem Handelsgut geworden ist. Der Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebens- mittel benötige. Nestlé hat 73 Wassermarken und erwarb in Algerien und Pakistan Wassernutzungs- rechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäu- nen. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen verkauft, wäh- rend die Bevölkerung vom Zugang abgeschnitten wird. Vier multinationale Konzerne dominieren das Wassergeschäft. Nestlé (z. B. Vittel, Pure Life) und Danone (z. B. Evian) betreiben ihre Geschäfte in Europa, USA, Asien und Lateinamerika. Coca-Cola (z. B.Apollinaris, Dasani, Vitamin Water) und Pepsi (z. B. Aquafina) besitzen besonders in den USA und Afrika hohe Marktanteile und bemühen sich, auf den internationalen Märkten zu Nestlé und Danone aufzuschließen. Regierungen müssen handeln und das Menschenrecht auf Wasser durchsetzen. Die meisten Menschen können sich kein Wasser kaufen. Der Klimawandel wird in vielen Regionen der Welt bestehende Wasserknappheit verschärfen, die Wasserqualität beeinträchtigen oder die Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hochwasserereignissen und Dürreperioden erhöhen. Die Vulnerabilität der Entwicklungsländer gegen- über der Wasserknappheit und der den Auswirkungen des Klimawandels ist besonders hoch, weil die Klimaeffekte in vielen Entwicklungsländern besonders stark ausgeprägt sein werden und die notwendigen institutionellen und finanziellen Ressourcen für die Anpassung nicht zur Verfügung stehen. Diese Veränderungen im Wasserhaushalt haben daher Auswirkungen auf so- ziale und ökonomische Entwicklungen und können zu starken Konflikten zwischen verschiedenen Wassernutzern führen. Weitere Faktoren für den Wassernotstand sind Bevölkerungswachstum und die steigende Urbani- sierung sowie die wachsende globale Mittelschicht mit steigenden Ansprüchen. So steigt der Konsum von Fleisch und Milchprodukten und der Verbrauch von Nahrungsmitteln. Das führt zu einem steigen- den Flächenbedarf mit entsprechend hohem Wasserbedarf für die industrielle Landwirtschaft in Entwicklungsländern. (UNESCO 2015). Der größte Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft die welt- weit etwa 70 Prozent des genutzten Frischwassers verbraucht. Besonders viel Wasser wird für die Produktion von Fleisch aufgewandt. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch in Mastbetrieben werden 15.500 Liter Wasser (in Lebensmittel enthaltenes Wasser) verbraucht. Für ein Kilogramm Schweinefleisch werden 4.800 Liter Wasser benötigt und für ein Kilogramm Hühnerfleisch 3.900 Liter. In der ökologischen Landwirtschaft ist die Fleischproduktion allein wegen der überwiegend geschlossenen Rohstoff- kreisläufe deutlich wasserschonender. Rund die Hälfte des deutschen Wasserbedarfs wird über Produkte importiert. Damit importiert Deutschland, obwohl es in einer wasserreichen Region der Erde liegt, jedes Jahr 79,5 Milliarden Kubikmeter Wasser ein. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen täglichen Wasser-Fußabdruck von 5.288 Litern, das entspricht etwa 25 Badewannenfüllungen. Weniger als zehn Prozent der Wassermenge welt- weit werden von Privathaushalten und Betrieben im kommunalen Bereich genutzt. (UNeSCO 2015) Wasserkrisen wurden 2016 vom Weltwirtschafts- forum als eines der größten Risiken für Menschen und Wirtschaft weltweit eingestuft (WeF 2016). Die Auswirkungen des Klimawandelswerden diese Situation in Zukunft noch um ein Vielfaches ver- schärfen. Wissenschaftler/innen warnen seit Jahren davor, dass ein ungebremster Klimawandel die Welt ins Chaos führen wird. Eines die betroffe- nen Gebiete ist der Nahe Osten.

2. Wasser als

Machtinstrument

Hier zeigt sich, dass neben Wasserknappheit auch die Kontrolle über die Wasserressourcen als Machtinstrument dient und schwelende Konflikte anheizt. Dies lässt sich beispielsweise in Israel und Palästina beobachten. Der Zugang zu den Wasser- ressourcen ist extrem ungleich verteilt. In Teilen der Westbank verbrauchen israelische Siedler 20 Mal mehr Wasser als die palästinensischen Gemeinden in ihrer Nachbarschaft, die mit 20 Litern pro Tag und Person überleben müssen. Israel zerstört auch sys- tematisch Zisternen und Regenauffangbehälter in palästinensischen Gebieten. Durch den Wasserman- gel ist die Bevölkerung gezwungen Wasser teuer zu kaufen und kann kaum noch Landwirtschaft betrei- ben (UN 2012 | Amnesty International). Die Türkei verfolgt wasserpolitische Interessen und nutzt ihr Wasser als strategische Ressource, um an politischen Einfluss in der Region des Mittleren Osten zu gewinnen. Sie ist im Besitz zahlreicher Seen und Flüsse und ist das wasserreichste Land im Mittleren Osten. Die beiden Flüsse Euphrat und Tigris gehören hierbei zu den wasserreichsten und somit zu den bedeutendsten Flüssen der Region, deren Ursprungsquellen in den Bergen Südostana- toliens liegen und 28 % des Oberflächenwassers der Türkei ausmachen. Die Länder Irak und Syrien sind von dem Oberflächenwasser aus Euphrat und Tigris im besonderen Maße abhängig, da nahezu die ge- samte Landwirtschaft und somit auch die Bevölke- rung von diesem Wasser abhängig ist. Seit der türkischen Invasion im Oktober 2019 scheidet die Türkei die syrische Bevölkerung von einer ausrei- chenden Wasserversorgung ab. Zugang und Kontrolle über Wasserressourcen spielt weltweit in vielen gewaltsamen Konflikten eine wachsende Rolle. Seit den 1990er Jahren hat die Zahl der Konflikte, in denen unterschiedliche Akteure um die Nutzung des verfügbaren Wassers konkurrieren, deutlich gestiegen.

3. Wassermanagement

dringend benötigt

Um diesen Bedrohungen zu begegnen, schlägt der Weltwasserbericht UNESCO zwei sich ergänzende Strategien vor: Einerseits die Anpassung der Wassernutzung an den Klimawandel, andererseits Klimaschutz durch nachhaltiges Wassermanagement. Anpassung der Wassernutzung kann Schäden in- folge des Klimawandels mildern. Möglichkeiten der Anpassung bestehen in allen Sektoren, die Wasser nutzen. Auch innovative Technologien werden noch zu selten eingesetzt. Ebenso ist Klimaschutz durch die Reduzierung von Treibhausgasen in allen was- sernutzenden Bereichen möglich, wird allerdings bisher meist übersehen. Unnötigen Wasserver- brauch und Wasserverluste zu senken, führt bereits zu geringerem Energieverbrauch und damit zu we- niger Emissionen. Die verbesserte Aufbereitung von Abwasser bietet weitere Chancen für den Klimaschutz, da unbehan- deltes Abwasser eine wesentliche Quelle von Treibhausgasen ist. Die Abwasseraufbereitung selbst trägt mit 3 bis 7 Prozent zu den weltweiten Treibhausgas-Emissionen bei, durch die Energie für die entsprechenden Anlagen und durch biochemi- sche Prozesse. Energie-Einsparungen sind hier unbedingt nötig. Zugleich ist die Nutzung der Ab- wasseraufbereitung als Energiequelle möglich. In wasserarmen Regionen von Jordanien, Mexiko oder Peru wird diese Form der Energiegewinnung bereits heute genutzt. So werden tausende Tonnen von CO 2 eingespart und Energie wird zudem günstiger. Großes Potenzial bieten Wasserwiederverwendung und -aufbereitung. Brauchwasser ist für zahlreiche Nutzungsformen eine zuverlässige Alternative, weil Trinkwasserqualität für Landwirtschaft und Industrie häufig gar nicht notwendig ist. Auch die Renaturierung und der Erhalt von Feucht- gebieten sind wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Sie sind die Land-Ökosysteme mit den größten gebundenen Kohlenstoffbeständen und speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie Wälder. Positive Nebeneffekte sind zudem Hochwasserschutz, Minderung der Auswirkungen von Dürren, Wasser- reinigung und Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Autoren des Weltwasserberichts kritisieren, dass Wassermanagement, Wasserverfügbarkeit und Sanitärversorgung unterfinanziert sind. Sie rufen dazu auf, Wasser- und Klimaschutz so mitein- ander zu verbinden, dass Investitionen in wasserbe- zogene Bereiche für Investoren attraktiv werden. Die Anpassung der Wassernutzung an den Klima- wandel und nachhaltiges Wassermanagement zum Klimaschutz integriert anzugehen, schafft Win-Win- Situationen und trägt zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 bei, so die Schlussfolgerung der Autoren des Weltwasser- berichts. Politische Regeln und nachhaltiges Wassermanage- ment kann dem Klimawandel positiv entgegenwir- ken. Abwasseraufbereitung kann Treibhausgase reduzieren und zur Energiegewinnung genutzt wer- den. Wasser effizienter zu nutzen und Verschwen- dung zu vermeiden und die Landwirtschaft an die Doppelherausfor-derung Wasser- und Klimakrise anzupassen sind überlebenswichtige Maßnahmen.
Abbildung: Indigene junge Mädchen, die frisches Wasser in Bamako, Mali tragen
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Quelle: PBL Netherlands Environmental Assessment Agency (2014, fig. 2.6, p. 21). Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0), UNESCO, „UN- Weltwasserbericht 2020: Wasser und Klimawandel“
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