Öl

Erdöl und Palmöl sind neben einer hohen CO2-Konzentration auch für die Zerstörung

von Regenwäldern, Artenvielfalt und Meeres-Lebensräumen verantwortlich.

Öl

1. Erdöl

Erdöl ist ein viele Millionen Jahre alter natürlicher Bestandteil der Erdkruste, Bei Erdöl handelt es sich um ein Stoffgemisch, welches größtenteils aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht. Erdöl gelangt als zähe, gelblich bis schwarz gefärbte Masse an die Erdoberfläche. Das geförderte Rohöl muss dann in Raffinerien weiterverarbeitet werden. Mithilfe der Destillation wird das Öl in seine einzelnen Stoffe wie Benzin, Petroleum, Methan oder Ethan zerlegt. In der Weiterverarbeitung werden dann verschiedene Kunststoffe hergestellt. Zu den Produkten aus Erdöl gehören die Kraftstoffe Benzin und Diesel, Heizöl, Bitumen für den Straßenbau, jede Form von Plastik und Kunststoffprodukten, Parafin für Kosmetik oder Medizin und weitere Produkte.

a. Erdöl großer Verursacher der Klimakatastrophe

Durch die Kraftstoffe wie Rohöl, Benzin, Diesel und Heizöl werden große Mengen an Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Dieses reichert sich in der Atmosphäre an, mit dem Ergebnis, dass sich untere Luftschichten erwärmen. Das führt zu schmelzenden Polkappen, Überschwemmungen, Hitzewellen, Naturkatastrophen wie das Aussterben zahlreicher Tierarten und Pflanzen. Schon die Bohrung nach Erdöl zerstört die Umwelt und Tiere, Pflanzen und Menschen werden irreversibel geschädigt. Meere werden verseucht und Wälder werden rücksichtslos gerodet, um eine optimale Erdöl-Förderung zu ermöglichen. Pro Jahr gelangen im Durchschnitt 100.000 Tonnen Öl durch bereits verseuchte Flüsse in die Ozeane. Indigene Völker werden verjagt und die Ölkonzerne nehmen auf nichts Rücksicht. Ölkonzerne sparen an Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb stand im Jahr 2010 die BP Plattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexico in Flammen. Durch den Unfall gelangten über mehrere Monate insgesamt 500.000 Tonnen Erdöl ins Meer. Dies führte zu einer Ölpest mit katastrophalen Folgen für Natur, Tiere und den Menschen. Durch Pipeline-Schäden oder gesunkene Öltanker oder Bohrtürme werden ganze Ökosysteme verseucht, zu Lasten der Arten-Vielfalt. Mit Gasfackeln werden die entstehenden Erdölbegleitgase einfach verbrannt, was sich dramatisch auf die Klimakrise auswirkt. Die Auswirkung des Öls im Meer ist dramatisch. Es werden ganze Ökosysteme, Korallenriffe, Meeressäuger, Vögel, und Fische vernichtet. Bereits eine einmalige Berührung mit dem Öl kann in der Regel den Tod bedeuten.

b. Tragende Rolle der fossilen Industrien bei Geoengineering

In einem Bericht der Böll Stiftung zu Geoengineering geht es darum, aufzuklären, wie die Industrie versucht die bislang unausgereiften Technologien CGR und SRM zu etablieren. Der Bericht bestätigt, dass Technologien wie Carbon Dioxide Removal (CDR – Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre) oder Solar Radiation Management (SRM – künstliche Reduzierung der Sonneneinstrahlung) zu unkalkulierbaren Folgen führt, wenn man diese etabliert. Der Bericht analysiert die tragende Rolle der fossilen Industrien wie Gas, Öl und Kohle bei der Entwicklung und Förderung von Geoengineering- Technologien und erläutert, wie diese Technologien in erster Linie die fossile Industrie am Leben halten und ihr neue Geschäftsfelder eröffnen sollen.

c. Auswirkungen des Öls auf das Klima den Konzernen lange

bekannt

Interne Dokumente beweisen das Shell und Exxon von eigenen Wissenschaftlern schon ab 1977 vor den Gefahren des Klimawandels gewarnt wurden. Seither versuchen die Öl- und Gas Konzerne mit massiven Kapitalaufwand Menschen zu täuschen und zu verwirren, um von den Auswirkungen abzulenken.
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2. Palmöl

Palmöl zerstört die letzten Urwälder Südostasiens. Die Ölpalme (Elaeis Guineensis) stammt Ursprünglich aus Westafrika. Heute findet man sie in allen tropischen Regionen der Erde, insbesondere in Südamerika und in Südostasien. Palmöl befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln und Kosmetika und wird auch Kraftstoffen als Biosprit beigemischt. Konzerne wie Unilever, Nestlé und Procter & Gamble sind mitverantwortlich für die Zerstörung lebenswichtiger Kohlenstoffspeicher und tragen so zum Klimawandel bei.

a. Warum sind Palmölplantagen klimaschädlich?

Die Palmölproduktion gilt heute neben dem Anbau von Soja als Hauptursache für die Zerstörung der tropischen Regenwälder Asiens. Für die Anlage immer neuer Palmölplantagen wird tropischer Regenwald in einem enormen Ausmaß gerodet. Die Flächen für Palmöl stehen in direkter Konkurrenz mit Flächen für den Lebensmittelanbau oder dem Anbau weiterer Export-Agrarprodukte wie Zellstoff/Holz oder Kautschuk. Werden die landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Ölpalmen genutzt, um Plantagen anzulegen fehlt wiederum Fläche für den Anbau von anderen Produkten. Das führt dazu, dass immer mehr Regenwald abgeholzt wird. Die damit einhergehenden Auswirkungen sind Treibhausgase, Bodenerosion Verlust von Biodiversität. Die Ölpalme bindet weniger Kohlenstoff, als andere Plantagenböden. Für die Ölpalme werden die Torfböden Südostasiens für die landwirtschaftliche Nutzung entwässert und somit mehr Kohlenstoff freigesetzt. Bei den Produktionsschritten des Palmöls entstehen klimaschädliche Emissionen. Indonesien gilt durch die Brandrodungen von Tropenwald für Palmölplantagen als drittgrößter Klimasünder weltweit. Bei der Herstellung einer Tonne rohen Palmöls wird so viel Kohlenstoffdioxid produziert, wie bei der Verbrennung von 370 Liter Benzin. Eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zeigt, dass bei der Umwandlung von Regenwald in Palmöl-Plantagen noch weitaus mehr Kohlendioxid freigesetzt wird als lange vermutet.

Grundlagen zur

Klimakrise

Abbildung: Ölpalmenplantage, Entwaldung, Regenwald. Luftaufnahmen von Umweltschäden in Südostasien
Öl Erdöl und Palmöl sind neben einer hohen CO 2 -Kon- zentration auch für die Zerstörung von Regenwäl- dern, Artenvielfalt und Meeres-Lebensräumen verantwortlich.
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Grundlagen zur

Klimakrise

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1. Erdöl

Erdöl ist ein viele Millionen Jahre alter natürlicher Bestandteil der Erdkruste, Bei Erdöl handelt es sich um ein Stoffgemisch, welches größtenteils aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht. Erdöl gelangt als zähe, gelblich bis schwarz gefärbte Masse an die Erdoberfläche. Das geförderte Rohöl muss dann in Raffinerien weiterverarbeitet werden. Mithilfe der Destillation wird das Öl in seine einzel- nen Stoffe wie Benzin, Petroleum, Methan oder Ethan zerlegt. In der Weiterverarbeitung werden dann verschiedene Kunststoffe hergestellt. Zu den Produkten aus Erdöl gehören die Kraftstoffe Benzin und Diesel, Heizöl, Bitumen für den Straßen- bau, jede Form von Plastik und Kunststoffproduk- ten, Parafin für Kosmetik oder Medizin und weitere Produkte.

a. Erdöl großer Verursacher der

Klimakatastrophe

Durch die Kraftstoffe wie Rohöl, Benzin, Diesel und Heizöl werden große Mengen an Kohlen- stoffdioxid freigesetzt. Dieses reichert sich in der Atmosphäre an, mit dem Ergebnis, dass sich untere Luftschichten erwärmen. Das führt zu schmelzenden Polkappen, Überschwemmungen, Hitzewellen, Naturkatastrophen wie das Ausster- ben zahlreicher Tierarten und Pflanzen. Schon die Bohrung nach Erdöl zerstört die Umwelt und Tiere, Pflanzen und Menschen werden irrever- sibel geschädigt. Meere werden verseucht und Wälder werden rücksichtslos gerodet, um eine optimale Erdöl-Förderung zu ermöglichen. Pro Jahr gelangen im Durchschnitt 100.000 Tonnen Öl durch bereits verseuchte Flüsse in die Ozeane. Indigene Völker werden verjagt und die Ölkonzer- ne nehmen auf nichts Rücksicht. Ölkonzerne sparen an Sicherheitsmaßnahmen. Deshalb stand im Jahr 2010 die BP Plattform „Deepwater Hori- zon“ im Golf von Mexico in Flammen. Durch den Unfall gelangten über mehrere Monate insge- samt 500.000 Tonnen Erdöl ins Meer. Dies führte zu einer Ölpest mit katastrophalen Folgen für Natur, Tiere und den Menschen. Durch Pipeline-Schäden oder gesunkene Öltanker oder Bohrtürme werden ganze Ökosysteme ver- seucht, zu Lasten der Arten-Vielfalt. Mit Gasfac- keln werden die entstehenden Erdölbegleitgase einfach verbrannt, was sich dramatisch auf die Klimakrise auswirkt. Die Auswirkung des Öls im Meer ist dramatisch. Es werden ganze Ökosys- teme, Korallenriffe, Meeressäuger, Vögel, und Fische vernichtet. Bereits eine einmalige Berüh- rung mit dem Öl kann in der Regel den Tod bedeuten.

b. Tragende Rolle der fossilen Industrien bei

Geoengineering

In einem Bericht der Böll Stiftung zu Geoengi- neering geht es darum, aufzuklären, wie die Industrie versucht die bislang unausgereiften Technologien CGR und SRM zu etablieren. Der Bericht bestätigt, dass Technologien wie Carbon Dioxide Removal (CDR – Entfernung von Kohlen- dioxid aus der Atmosphäre) oder Solar Radiation Management (SRM – künstliche Reduzierung der Sonneneinstrahlung) zu unkalkulierbaren Folgen führt, wenn man diese etabliert. Der Bericht analysiert die tragende Rolle der fossilen Industrien wie Gas, Öl und Kohle bei der Entwicklung und Förderung von Geoengineering- Technologien und erläutert, wie diese Technolo- gien in erster Linie die fossile Industrie am Leben halten und ihr neue Geschäftsfelder eröffnen sollen.

c. Auswirkungen des Öls auf das Klima den

Konzernen lange bekannt

Interne Dokumente beweisen das Shell und Exxon von eigenen Wissenschaftlern schon ab 1977 vor den Gefahren des Klimawandels gewarnt wurden. Seither versuchen die Öl- und Gas Kon- zerne mit massiven Kapitalaufwand Menschen zu täuschen und zu verwirren, um von den Auswir- kungen abzulenken.

2. Palmöl

Palmöl zerstört die letzten Urwälder Südostasiens. Die Ölpalme (Elaeis Guineensis) stammt Ursprüng- lich aus Westafrika. Heute findet man sie in allen tropischen Regionen der Erde, insbesondere in Südamerika und in Südostasien. Palmöl befindet sich in zahlreichen Lebensmitteln und Kosmetika und wird auch Kraftstoffen als Biosprit beigemischt. Konzerne wie Unilever, Nestlé und Procter & Gam- ble sind mitverantwortlich für die Zerstörung lebenswichtiger Kohlenstoffspeicher und tragen so zum Klimawandel bei.

a. Warum sind Palmölplantagen

klimaschädlich?

Die Palmölproduktion gilt heute neben dem Anbau von Soja als Hauptursache für die Zer- störung der tropischen Regenwälder Asiens. Für die Anlage immer neuer Palmölplantagen wird tropischer Regenwald in einem enormen Ausmaß gerodet. Die Flächen für Palmöl stehen in direkter Konkurrenz mit Flächen für den Lebensmittel- anbau oder dem Anbau weiterer Export-Agrar- produkte wie Zellstoff/Holz oder Kautschuk. Werden die landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Ölpalmen genutzt, um Plantagen anzulegen fehlt wiederum Fläche für den Anbau von anderen Produkten. Das führt dazu, dass immer mehr Regenwald abgeholzt wird. Die damit einhergehenden Auswirkungen sind Treib- hausgase, Bodenerosion Verlust von Biodiversi- tät. Die Ölpalme bindet weniger Kohlenstoff, als andere Plantagenböden. Für die Ölpalme werden die Torfböden Südostasiens für die landwirt- schaftliche Nutzung entwässert und somit mehr Kohlenstoff freigesetzt. Bei den Produktions- schritten des Palmöls entstehen klimaschädliche Emissionen. Indonesien gilt durch die Brand- rodungen von Tropenwald für Palmölplantagen als drittgrößter Klimasünder weltweit. Bei der Herstellung einer Tonne rohen Palmöls wird so viel Kohlenstoffdioxid produziert, wie bei der Verbrennung von 370 Liter Benzin. Eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) zeigt, dass bei der Umwandlung von Regenwald in Palmöl-Plantagen noch weitaus mehr Kohlendioxid freigesetzt wird als lange vermutet.
Abbildung: Ölpalmenplantage, Entwaldung, Regenwald. Luftaufnahmen von Umweltschäden in Südostasien