Migration und Vertreibung

Hunger, Krieg und Vertreibung führen zu geopolitischen Machtverschiebungen

und zu Migrationsbewegungen in Europa und weltweit.

Migration
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Die Klimakrise führt zu einer steigenden Anzahl an Extremwetterereignissen, wie die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Stürmen, Starknieder- schlägen, Schlammlawinen und Waldbränden, der fortschreitendende klimabedingte Meeresspiegelanstieg, die Entstehung von „Todeszonen“, Gletscherschmelze, Dürre, die Verknappung der Frischwasserverfügbarkeit, Veränderung der tropischen Niederschlagsmuster (in weiten Teilen Afrikas oder Südasiens) und eine höhere Wahrscheinlichkeit von Dürren (etwa am Horn von Afrika), und Flutkatastrophen in küstennahen Gebieten. Damit ver- bunden ist auch das Risiko von Missernten und Nahrungsmittelunsicherheit. Gesundheitsrisiken ergeben sich durch sich ausbreitende Tropenkrankheiten oder Wasserknappheit. Die Entwicklung ist eine erstzunehmende Gefahren für das menschliche Überleben in vielen Gebieten des Globus. Diese bedrohenden Existenzgrundlagen von immer mehr Menschen führt dazu, dass diese Menschen gezwungen sind, ihre Herkunftsregionen dauerhaft zu verlassen. Bislang erfolgen ca. 80 Prozent der Migration innerhalb der jeweili- gen Länder (Binnenmigration). Die betroffenen Menschen möchten ihre Heimat nicht verlassen und ihnen es fehlen in der Regel auch die finanziellen Mittel dazu. Es gibt bisher keine eindeutige globale Datensammlung für die Flucht durch allmählich einsetzende Klimaextreme. Migrationsbewegungen werden in der Regel wirtschaftlichen oder anderweitig ausgelösten Migration zugerechnet. Damit bleiben die tatsächlichen Ursachen und das Ausmaß der Folgen für den Menschen durch den Klimawandel im Dunkeln. Gemeinden von Alaska über die Fidschi-Inseln bis hin zu Kiribati sind bereits umgesiedelt worden bzw. pla- nen aktuell diesen Schritt, da der steigende Meeresspiegel ihr Land bedrohen. Die Entwicklungsländer, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, tragen die schlimmsten Folgen. Abhängig von der Klimaentwicklung werden Milliarden zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen werden. Der Weltklimarat IPCC nennt Migrationsbewegungen seit langem als eine der gravierendsten Folgen des Klimawandels für den Menschen. Der jüngst erschienene IPCC-Sonderbericht zu 1,5 °C Grad zeigt zudem, dass die Auswir- kungen für die Menschen in den betroffenen Regionen noch schwerwiegen- der sein könnten als bisher angenommen. Die derzeitigen globalen Aktivitäten für den Klimaschutz gehen nicht ansatz- weise weit genug. Momentan steuern die Vertragsstaaten der UN-Klimarah- menkonvention nicht auf einen Temperaturanstieg von 1,5 °C oder 2 °C zu, sondern sogar auf mehr als 3 °C – 4,5° C. Dies würde viele Landstriche und ganze Länder unbewohnbar und zu Todeszonen machen. Die Kipppunkte für irreversibles Abschmelzen der Eiskappen in Grönland und der Westantarktis werden zum Teil schon heute überschritten was dramatische Auswirkungen auf die weitere Entwicklung hat. Auch eine neue Studie des McKinsey Global Institute (MGI) zeigt, wenn die Emissionen weiter so steigen wie bisher, leben bereits in zehn Jahren hunderte Millionen Menschen in Regionen, in denen tödliche Hitzewellen drohen. Die Gesellschaftlichen Auswirkungen können wir uns ja anhand der wenigen derzeitigen Migranten in Europa und den USA vorstellen.
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Grundlagen zur

Klimakrise

Der Klimawandel wird Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen Durch Anstieg des Meeresspiegels und Überflutung besonders gefährdete Gebiete •	Große Deltas •	Kleine Inseln •	Küstenstriche Sonstige Gründe für Klimaflucht •	Wüstenbildung und Dürren (Ränder arider Zonen) •	Zyklone •	Abschmelzen der arktischen Polkappe un des Permafrosts  	1.	Shishmaref 	2.	Pazifik-Archipel 	3.	Mexico 	4.	New Orleans 	5.	Südosten der USA 	6.	Haiti 	7.	Karibik 	8.	Mittelmeer 	9.	Nil 	10.	Tschadsee 	11.	Subsahara-Afrika 	12.	Aralsee 	13.	Mittel-Asien 	14.	Bangladesch 	15.	Ganges und Brahmaputra 	16.	Indien 1 3 4 5 6 7 2 22 20 18 14 15 16 17 11 10 8 9 12 13 19 21 	17.	Horn von Afrika 	18.	Gelber Fluss 	19.	China 	20.	Jangtse 	21.	Mekong 	22.	Tuvalu
Abbildung: Die allermeisten Klimaflüchtlinge kommen aus Entwicklungsländern. Ob sie vor bewaffneten Konflikten und Armut fliehen oder eher aus Umweltgründen, lässt sich oft kaum unterscheiden. Quellen: Reset, „Klimawandel als Fluchtursache“; Norman Myers, „Environmental refugees: An emergent security issue“, Akten des 13. Wirtschaftsforums, Prag, Mai 2005; Millennium Ecosystem Assessment, 2005, Liser, 2007
Die Komplexität von Migrationsentscheidungen •	Alter, Geschlecht, Bildung •	Sprache, Ethnizität, Religion •	Perzeption von Risiken / Chancen •	individuelle Ziele, Wohlstand Entscheidung Migrieren Bleiben Mikro •	Kosten der Migration •	Maßnahmen zur Adoption •	Netzwerke Zuhause / in der Diaspora •	Rekrutierungsagenturen Messo •	Umwelt und KlimawandelNaturkatastrophen, Hitze, Dürren, Überschwemmung, Knappheit / Verfügbarkeit von Wasser, fruchtbarem Boden •	WirtschaftLebensstandard, Arbeitsmarkt, Einkommen, Produzenten- und Konsumentenpreise in der Landwirtschaft •	Einreise- und AufenthaltsbedingungenIn Zielregion / Zielstaat Makro •	Politik und KriegPolitische Anreize, Diskriminierung, Vertreibung, gewaltsame Auseinandersetzungen, Beachtung / Missachtung von Grundrechten •	Demographie und LandnutzungBevölkerungsdichte und -struktur, Änderung der Landnutzungsrechte, Verdrängung, Vertreibung, Umsiedlung •	GesellschaftSoziale und familiäre Verpflichtungen, Bildungschancen, Diskriminierung, Gewalt
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Abbildung: Klimawandel zwingt millionen Menschen zur Flucht, Quelle: CARE, „CARE- Studie: Klimawandel zwingt Millionen Menschen zur Flucht“
Migration und Vertreibung Hunger, Krieg und Vertreibung führen zu geopoli- tischen Machtverschiebungen und zu Migrations- bewegungen in Europa und weltweit.
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Die Klimakrise führt zu einer steigenden Anzahl an Extremwetterereignissen, wie die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Stürmen, Starkniederschlägen, Schlammlawinen und Waldbränden, der fortschreitendende klimabe- dingte Meeresspiegelanstieg, die Entstehung von „Todeszonen“, Gletscherschmelze, Dürre, die Verknappung der Frischwasserverfügbarkeit, Veränderung der tropischen Niederschlagsmuster (in weiten Teilen Afrikas oder Südasiens) und eine höhere Wahrscheinlichkeit von Dürren (etwa am Horn von Afrika), und Flutkatastrophen in küstenna- hen Gebieten. Damit verbunden ist auch das Risiko von Missernten und Nahrungsmittelunsicherheit. Gesundheitsrisiken ergeben sich durch sich ausbrei- tende Tropenkrankheiten oder Wasserknappheit. Die Entwicklung ist eine erstzunehmende Gefahren für das menschliche Überleben in vielen Gebieten des Globus. Diese bedrohenden Existenzgrundlagen von immer mehr Menschen führt dazu, dass diese Menschen gezwungen sind, ihre Herkunftsregionen dauerhaft zu verlassen. Bislang erfolgen ca. 80 Prozent der Migration innerhalb der jeweiligen Länder (Binnenmigration). Die betroffenen Menschen möchten ihre Heimat nicht verlassen und ihnen es fehlen in der Regel auch die finanziellen Mittel dazu. Es gibt bisher keine eindeutige globale Datensammlung für die Flucht durch allmählich ein- setzende Klimaextreme. Migrationsbewegungen werden in der Regel wirtschaftlichen oder ander- weitig ausgelösten Migration zugerechnet. Damit bleiben die tatsächlichen Ursachen und das Ausmaß der Folgen für den Menschen durch den Klimawandel im dunkeln. Gemeinden von Alaska über die Fidschi-Inseln bis hin zu Kiribati sind bereits umgesiedelt worden bzw. planen aktuell diesen Schritt, da der steigende Meeresspiegel ihr Land be- drohen. Die Entwicklungsländer, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, tragen die schlimmsten Folgen. Abhängig von der Klimaentwicklung werden Milliarden zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen werden. Der Weltklimarat IPCC nennt Migrationsbewegungen seit langem als eine der gravierendsten Folgen des Klimawandels für den Menschen. Der jüngst erschienene IPCC- Sonderbericht zu 1,5 °C Grad zeigt zudem, dass die Auswirkungen für die Menschen in den betroffenen Regionen noch schwerwiegender sein könnten als bisher angenommen. Die derzeitigen globalen Aktivitäten für den Klimaschutz gehen nicht ansatzweise weit genug. Momentan steuern die Vertragsstaaten der UN- Klimarahmenkonvention nicht auf einen Temperaturanstieg von 1,5 °C oder 2 °C zu, sondern sogar auf mehr als 3 °C – 4,5° C. Dies würde viele Landstriche und ganze Länder unbewohnbar und zu Todeszonen machen. Die Kipppunkte für irreversi- bles Abschmelzen der Eiskappen in Grönland und der Westantarktis werden zum Teil schon heute überschritten was dramatische Auswirkungen auf die weitere Entwicklung hat. Auch eine Studie des McKinsey Global Institute (MGI) zeigt, wenn die Emissionen weiter so steigen wie bisher, leben bereits in zehn Jahren hunderte Millionen Menschen in Regionen, in denen tödliche Hitzewellen drohen. Die Gesellschaftlichen Auswirkungen können wir uns ja anhand der wenigen derzeitigen Migranten in Europa und den USA vorstellen.
Die Komplexität von Migrationsentscheidungen Migrieren Bleiben •	Alter, Geschlecht, Bildung •	Sprache, Ethnizität, Religion •	Perzeption von Risiken / Chancen •	individuelle Ziele, Wohlstand •	Kosten der Migration •	Maßnahmen zur Adoption •	Netzwerke Zuhause / in der Diaspora •	Rekrutierungsagenturen •	Umwelt und KlimawandelNaturkatastrophen, Hitze, Dürren, Überschwemmung, Knappheit / Verfügbarkeit von Wasser, fruchtbarem Boden •	WirtschaftLebensstandard, Arbeitsmarkt, Einkommen, Produzenten- und Konsumentenpreise in der Landwirtschaft •	GesellschaftSoziale und familiäre Verpflich-tungen, Bildungschancen, Diskriminierung, Gewalt Makro •	Politik und KriegPolitische Anreize, Diskriminie-rung, Vertreibung, gewaltsame Auseinandersetzungen, Beach-tung / Missachtung von Grund-rechten •	Demographie und LandnutzungÄnderung der Landnutzungs-rechte, Bevölkerungsdichte und -struktur, Verdrängung, Vertrei-bung, Umsiedlung •	Einreise- und AufenthaltsbedingungenIn Zielregion / Zielstaat  Mikro Messo Entscheidung Der Klimawandel wird Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen Durch Anstieg des Meeresspiegels und Überflutung besonders gefährdete Gebiete •	Große Deltas •	Kleine Inseln •	Küstenstriche Sonstige Gründe für Klimaflucht •	Wüstenbildung und Dürren (Ränder arider Zonen) •	Zyklone •	Abschmelzen der arktischen Polkappe un des Permafrosts  	1.	Shishmaref 	2.	Pazifik-Archipel 	3.	Mexico 	4.	New Orleans 	5.	Südosten der USA 	6.	Haiti 	7.	Karibik 	8.	Mittelmeer 	9.	Nil 	10.	Tschadsee 	11.	Subsahara-Afrika 	12.	Aralsee 	13.	Mittel-Asien 	14.	Bangladesch 	15.	Ganges und Brahmaputra 	16.	Indien 	17.	Horn von Afrika 	18.	Gelber Fluss 	19.	China 	20.	Jangtse 	21.	Mekong 	22.	Tuvalu   1 3 4 5 6 7 2 22 20 18 14 15 16 17 11 10 8 9 12 13 19 21
Abbildung: Die allermeisten Klimaflüchtlinge kommen aus Entwicklungsländern. Ob sie vor bewaffneten Konflikten und Armut fliehen oder eher aus Umweltgründen, lässt sich oft kaum unterscheiden. Quellen: Reset, „Klimawandel als Fluchtursache“; Norman Myers, „Environmental refugees: An emergent security issue“, Akten des 13. Wirtschaftsforums, Prag, Mai 2005; Millennium Ecosystem Assessment, 2005, Liser, 2007
Klimawandel zwingt millionen Menschen zur Flucht Drei Szenarien, welche Folgen die Erderwärmung auf Migration und Fluchtbewegungen weltweit haben könnte.  Millionen Menschen 500 400 300 200 100 0 0 0,5 1 1,5 2 2,5 3 1,5°C ErwärmungGrund und Boden von 137 Millionen  Menschen könnte überflutet zu werden 2°C ErwärmungGrund und Boden von 280 Millionen  Menschen droht, vernichtet zu werden 3°C ErwärmungEin um 6,4 Meter erhöhter Meeresspiegel nach dem Jahr 2100 zwingt 432 Millionen Menschen weltweit zur Flucht
Abbildung: Klimawandel zwingt millionen Menschen zur Flucht, Quelle: CARE, „CARE-Studie: Klimawandel zwingt Millionen Menschen zur Flucht“
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