Forstwirtschaft und Wälder

Die Biodiversität unserer Wälder nimmt ab und gefährdet damit Ausgleichsräume,

Nahrungsmittelproduktion und verstärkt die Klimakrise

Wald
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Wälder spielen eine bedeutende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Pflanzen und Bäume nehmen beim Prozess der Photosynthese CO 2 aus der Atmosphäre auf und wandeln es in pflanzliche Biomasse um. Wälder bremsen Luftströmungen ab und fördern die Fähigkeit der Pflanzendecke Wasser aufzu- nehmen und zu speichern. Bäume nehmen mit ihren Wurzeln Wasser (bis zu 370 Liter pro Tag) aus dem Boden auf. Teil des aufgenommenen Wassers ver- dunstet und bildet Wolken die dann durch den Regen wieder von den Bäumen aufgenommen wird. Dieser Prozess wird Evapotranspiration genannt und ver- ursacht im Jahresdurchschnitt rund 40% unseres Regens. Durch die Wolkenbil- dung kühlen Bäume die Erde. Durch die Ausschüttung von Isopren, einem Kohlenwasserstoff, entstehen spezieller Wolken, die die Erde kühlen (Albedo Effekt). Das bedeutet, dass Wolken die Fähigkeit haben, die Sonneneinstrahlung zurück ins Weltall zu reflektieren. Neben der Aufnahme von CO 2 und weiteren Treibhausgase wie Kohlenmonoxid oder Schwefeldioxide stoßen Bäume bis zu 130 kg Sauerstoff aus und nehmen bis zu 5 kg Luftschadstoffe im Jahr auf. Die Wälder bedecken ca. 31 % der weltweiten Landoberfläche, das entspricht einer Fläche von ca. 4 Milliarden Hektar. Wenn das Klima zu trocken, zu kalt oder zu rau ist, werden die Wälder durch Grasland, Moore, Tundren und Trockengebüsche ersetzt. Nach dem FAO-Waldbericht 2020 sind von den 4 Milliarden Hektar Wald 1,1 Milliarden Hektar, Urwälder. Rund 30 Prozent aller Wälder nutzt man zur Produktion von Holz und Nichtholzprodukten. Der Waldbestand ist sehr unterschiedlich verteilt. Den größten Waldbestand hat Russland gefolgt von Brasilien, Kanada, USA, China, Demokratische Repu- blik Kongo, Australien, Indonesien, Sudan und Indien.

1. Auswirkungen der Klimakrise auf

Wälder

Wälder sind Ökosysteme und bestehen aus tausenden verschiedenen Tier- und Pflanzenarten sowie zahlreichen Mikroorganismen, die stark an das heutige Klima angepasst sind. Mit der Änderung von klimatischen Faktoren verändert sich auch die Artenzusammensetzungen der Wälder und das Wachstumsver- halten der Bäume und Pflanzen. Manche Bäume werden absterben oder von Insekten befallen, weil sie keine Abwehrkräfte mehr haben. Es kommt mit der Klimakrise zu vermehrten Waldbränden, die man weltweit beobachten kann. Aus der Erdgeschichte sind zwei große Massensterben von Pflanzen bekannt. Eines fand vor etwa 250 Millionen Jahren im Perm statt, das zweite vor rund 200 Millionen Jahren an der Grenze zwischen Trias und Jura. Teilweise wurden bis zu 95 Prozent der Pflanzen einer Region ausgelöscht. Beide Ereignisse ste- hen in Zusammenhang mit einem drastischen Temperaturanstieg und daraus resultierendem Wassermangel. Im Zuge der Erderwärmung ist auch in den nächsten Jahren mit ähnlichen klimatischen Veränderungen zu rechnen. Die ersten Auswirkungen der Veränderungen für die Bäume sind weltweit zu beo- bachten. Die Waldzustandserhebung 2019 zeigte, dass nur noch 22 Prozent der Bäume in Deutschland keine Schäden hatten. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen. In Jahr 2020 hat sich die Lage noch einmal deutlich verschlimmert. Ursache ist die seit drei Jahren anhaltende Dürre, in Verbindung mit Hitze, Schädlingen und eingeschleppten Krankheiten. Wasserknappheit setzt Bäume unter Stress, sie können sich schlechter gegen Borkenkäfer und andere Schäd- linge wehren. In Verbindung mit der Hitze, fehlt den Bäumen Flüssigkeit, um sich durch Verdunstung zu kühlen, das macht sie anfällig für Pilzbefall. Tropenwälder wirken sich bisher kühlend auf das Weltklima aus. Steigen die Temperaturen weiterhin an, so führt das auch in den Tropenwäldern zu Ver- trocknen und Absterben der Wälder. Sollten die Wälder sterben, so wird der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt, die wichtige Klima regulierende und kühlende Funktion geht verloren, und das Klima erhitzt sich weiter.
Top fünf Länder für Waldfläche, 2020 (Millionen Ha) 20 12 9 5 8 46 % Russland 815 Brasilien 497 Vereinigte Staaten 310 Restliche Staaten 1870 Kanada 647 China 220 Berechnet unter der Annahme einer Weltbevölkerung von 7,79 Milliarden Menschen, geschätzt in den Vereinten Nationen, Ministerium für Wirtschaft und Soziales, Bevölkerungsabteilung. 2019. Weltbevölkerungsaussichten 2019, Online-Ausgabe

Grundlagen zur

Klimakrise

Anteil und Verteilung der globalen Waldfläche nach Klimadomänen, 2020 Tropisch Boreal Gemäßigt Subtropisch  45% 27% 16% 11% Evapotranspiration = Evaporation + Transpiration Verdunstung aus dem Boden Feuchtigkeit und Temperatur Evapotranspiration Verfügbares Bodenwasser Transpiration von Blättern
Evapotranspiration bezeichnet in der Meteorologie die Summe aus Transpiration und Evaporation, also der Verdunstung von Wasser aus Tier- und Pflanzenwelt sowie von Boden- und Wasseroberflächen. Der Evapotranspirationswert spielt eine wichtige Rolle in der Hydrologie sowie in Landwirtschaft und Gartenbau sowie bei der Berechnung des weltweiten Wasserbedarfs. Quelle: Wikipedia
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1. Auswirkungen der

Klimakrise auf Wälder

Wälder sind Ökosysteme und bestehen aus tausen- den verschiedenen Tier- und Pflanzenarten sowie zahlreichen Mikroorganismen, die stark an das heu- tige Klima angepasst sind. Mit der Änderung von kli- matischen Faktoren verändert sich auch die Arten- zusammensetzungen der Wälder und das Wach- stumsverhalten der Bäume und Pflanzen. Manche Bäume werden absterben oder von Insekten befal- len, weil sie keine Abwehrkräfte mehr haben. Es kommt mit der Klimakrise zu vermehrten Wald- bränden, die man weltweit beobachten kann. Aus der Erdgeschichte sind zwei große Massenster- ben von Pflanzen bekannt. Eines fand vor etwa 250 Millionen Jahren im Perm statt, das zweite vor rund 200 Millionen Jahren an der Grenze zwischen Trias und Jura. Teilweise wurden bis zu 95 Prozent der Pflanzen einer Region ausgelöscht. Beide Ereignisse stehen in Zusammenhang mit einem drastischen Temperaturanstieg und daraus resultierendem Wassermangel. Im Zuge der Erderwärmung ist auch in den nächsten Jahren mit ähnlichen klimatischen Veränderungen zu rechnen. Die ersten Auswirkun- gen der Veränderungen für die Bäume sind weltweit zu beobachten. Die Waldzustandserhebung 2019 zeigte, dass nur noch 22 Prozent der Bäume in Deutschland keine Schäden hatten. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen. In Jahr 2020 hat sich die Lage noch einmal deutlich verschlimmert. Ursache ist die seit drei Jahren anhaltende Dürre, in Verbin- dung mit Hitze, Schädlingen und eingeschleppten Krankheiten. Wasserknappheit setzt Bäume unter Stress, sie können sich schlechter gegen Borken- käfer und andere Schädlinge wehren. In Verbindung mit der Hitze, fehlt den Bäumen Flüssigkeit, um sich durch Verdunstung zu kühlen, das macht sie anfällig für Pilzbefall. Tropenwälder wirken sich bisher kühlend auf das Weltklima aus. Steigen die Temperaturen weiterhin an, so führt das auch in den Tropenwäldern zu Ver- trocknen und Absterben der Wälder. Sollten die Wälder sterben, so wird der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt, die wichtige Klima regulie- rende und kühlende Funktion geht verloren, und das Klima erhitzt sich weiter.
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