Digitalisiert aufwachsen

Aufwachsen in der Digitalisierung bedeutet für junge Menschen Probleme in der

Identitäts- und Willensbildung sowie hinsichtlich Sozialverhalten, Sozialisation,

Kommunikation und Gesundheit.

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Die Digitalisierung hat die Gesellschaft und das Leben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hochgradig verändert. Bei Kindern und Jugendlichen ist die kulturelle Matrix des Aufwachsens - ihre psychischen Entwicklungen, ihre Iden- titätsbildung, ihr Selbstverständnis - inzwischen digitalisiert. Damit einher geht ein Wandel in den Beziehungen, der Kommunikation, dem Verhalten, den Formen der Zu- und Abwendung, des Zusammen- und Getrenntseins, der Nähe und Dis- tanz und der Intimität. Die anderen Menschen, das eigene Selbst sowie Körper- lichkeit werden anders erfahren und erlebt. Vorbilder sind nicht mehr direkt erlebbare Persönlichkeiten mit verschiedenen Facetten in einer realen, ganzheitlichen Umgebung, sondern sie werden in der digitalen Welt verortet. Die digitale Selbstdarstellung ist eine Projektion des gewünschten Selbstbilds – eine Inszenierung. Dabei sind positive, ausbleibende oder unerwünschten Antworten in digitalen Netzwerken bedeutend für das persönliche Wohl. Emotionaler Austausch und körperliche Berührungen bleiben körperfern und werden digital mit Emojis ersetzt. Digitalität hat die persönliche Reichweite und die Möglichkeiten des Zugangs zu Wissen und Information vervielfältigt, ebenso die Vernetzung mit anderen. Digitale Vervielfältigung, Speicherung und Replizierbarkeit wirken sich auf Erin- nern und Vergessen aus. In der digitalen Welt wird immer mehr digital-medial erlebbar, während zugleich das Natürliche, die Menschen und das Ökosystem, an Bedeutung verlieren, wenn persönliche Kommunikation und Präsenz verloren geht. Digitalität verändert die Sozialisation, das Kommunikationsverhalten und hat nachhaltige psychologische, körperliche und psychosomatische Auswirkungen.
Empfehlen: Social Media kann süchtig und krank machen
Publikationen: Fuchs 2014 Löchel 2015 Gerisch 2019a,b King 2016, 2019
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Das Wichtigste in Kürze Digitalisiert aufwachsen bedeutet: Probleme in den Bereichen Identitätsbildung, Sozialverhalten, Sozialisation, Kommunikation und Gesundheit Verlust realer, lebensechter Vorbilder Selbstinszenierung in digitalen Medien Verlust von Körperlichkeit, Präsenz, Ganzheitlichkeit Emojis statt Emotionen Verlust von kognitiven Kompetenzen (z.B. Erinnerungsvermögen) durch unmittelbaren Online-Zugang zu Wissen

Grundlagen zur

Digitalisierung

Bild: Im März 2020 fügte Facebook als zusätzliche Option als Reaktion auf COVID-19 eine Care-Emoji-Reaktion hinzu.
Bild: Junger Leute treffen sich in einem Stadtpark und nehmen an der Pokemon GO Tour teil. Pokémon GO ist ein Augmented-Reality-Spiel für mobile Handheld-Geräte wie Smartphones und Tablets. Im Spiel können Spieler virtuelle Fantasy-Kreaturen (Pokémon) fangen und entwickeln und in virtuellen Schlachten miteinander konkurrieren. Bis Ende 2018 wurde das Spiel über eine Milliarde Mal heruntergeladen.
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Digitalisiert aufwachsen Aufwachsen in der Digitalisierung bedeutet für junge Menschen Probleme in der Identitäts- und Willensbildung sowie hinsichtlich Sozialverhalten, Sozialisation, Kommunikation und Gesundheit
Die Digitalisierung hat die Gesellschaft und das Leben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hochgradig verändert. Bei Kindern und Jugendlichen ist die kulturelle Matrix des Aufwachsens - ihre psy- chischen Entwicklungen, ihre Identitätsbildung, ihr Selbstverständnis - inzwischen digitalisiert. Damit einher geht ein Wandel in den Beziehungen, der Kommunikation, dem Verhalten, den Formen der Zu- und Abwendung, des Zusammen- und Getrennt- seins, der Nähe und Distanz und der Intimität. Die anderen Menschen, das eigene Selbst sowie Körper- lichkeit werden anders erfahren und erlebt. Vorbilder sind nicht mehr direkt erlebbare Persön- lichkeiten mit verschiedenen Facetten in einer rea- len, ganzheitlichen Umgebung, sondern sie werden in der digitalen Welt verortet. Die digitale Selbst- darstellung ist eine Projektion des gewünschten Selbstbilds – eine Inszenierung. Dabei sind positive, ausbleibende oder unerwünschten Antworten in di- gitalen Netzwerken bedeutend für das persönliche Wohl. Emotionaler Austausch und körperliche Be- rührungen bleiben körperfern und werden digital mit Emojis ersetzt. Digitalität hat die persönliche Reichweite und die Möglichkeiten des Zugangs zu Wissen und Infor- mation vervielfältigt, ebenso die Vernetzung mit anderen. Digitale Vervielfältigung, Speicherung und Replizierbarkeit wirken sich auf Erinnern und Vergessen aus. In der digitalen Welt wird immer mehr digital-medial erlebbar, während zugleich das Natürliche, die Menschen und das Ökosystem, an Bedeutung verlieren, wenn persönliche Kommuni- kation und Präsenz verloren geht. Digitalität verändert die Sozialisation, das Kommunikationsverhalten und hat nachhaltige psy- chologische, körperliche und psychosomatische Auswirkungen.
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Das Wichtigste in Kürze Digitalisiert aufwachsen bedeutet: Probleme in den Bereichen Identitätsbildung, Sozialverhalten, Sozialisation, Kommunikation und Gesundheit Verlust realer, lebensechter Vorbilder Selbstinszenierung in digitalen Medien Verlust von Körperlichkeit, Präsenz, Ganzheit- lichkeit Emojis statt Emotionen Verlust von kognitiven Kompetenzen (z.B. Erinnerungsvermögen) durch unmittelbaren Online-Zugang zu Wissen
Bild: Junger Leute treffen sich in einem Stadtpark und nehmen an der Pokemon GO Tour teil. Pokémon GO ist ein Augmented-Reality-Spiel für mobile Handheld- Geräte wie Smartphones und Tablets. Im Spiel können Spieler virtuelle Fantasy-Kreaturen (Pokémon) fangen und entwickeln und in virtuellen Schlachten miteinander konkurrieren. Bis Ende 2018 wurde das Spiel über eine Milliarde Mal heruntergeladen.
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